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von der man aus Seiten der Behörden ausging, war augenscheinlich die:
hier wird behauptet, es hätten übernatürliche Erscheinungen stattgefunden;
übernatürliche Erscheinungen können nicht stattfinden — ergo-Schwindel.
Nur so ist insbesondere das Verhalten des den — leider —
abwesenden Landrath vertretenden Kreis-Sekretärs Besser verständlich, der
wie erwähnt, schon am 15. Juli 1876 eine amtliche Kundgebung drucken ließ,
in welcher es hieß: „Schon die Voruntersuchung hat ergeben, daß die
Anstifter des Wunders nur daraus ausgingen, die leichtgläubige Be- _
völkerung zu betrügen." Hier wurde also amtlich die Unwahrheit gesagt;
denn nicht nur hat die seit fast drei Jahren mit dem Aufwand
aller Mittel geführte Untersuchung nichts von irgendwelcher „Anstiftung"
eines Wunders erwiesen; es ist vielmehr das Gegentheil heute als außer
Zweifel gestellt zu erachten. Ob selbst von ihrem nun ein Mal eingenommenen
Standpunkt aus das Vorgehen der zunächst betheiligten Beamten
ein kluges war, habe ich nicht zu untersuchen; ich will ja überhaupt
in diesem Theile meiner Ausführung keine Kritik üben, sondern
einfach Thatsächliches konstatiren, Vordersätze hinstellen, aus welchen daun
die Konsequenzen nach beiden Richtungen hin sich von selbst ergeben, und
durch welche die eigenthümliche Entwickelung dieser Angelegenheit allein
erst verständlich wird.
In dem Augenblicke, wo die Behörden die vorhin angedeutete
Stellung einnahmen, stießen in Marpingen zwei grundverschiedene Weltanschauungen
aufeinander: die ungläubige, im letzten Grunde atheistische,
welche die Möglichkeit des Wunders überhaupt, jedenfalls für unsere
Zeit leugnet, und die gläubig-christliche, welche die Möglichkeit desWunders,
als einfache Konsequenz aus dem Glauben an einen allmächtigen
Gott, anerkennt und festhält. Der katholische Ortspsarrer und die übrigen
heute unter Beschuldigung stehenden Geistlichen standen natürlich auf
dem letztern Standpunkte; sie halten, wie jeder Katholik die Möglichkeit
übernatürlicher Erscheinungen auch in der Gegenuart für gegeben. Wir
haben es hier lediglich 'mit oem Verhalten der betreffenden Geistlichen
in vonarsto, dem ganz bestimmten Lalle gegenüber zu thun, und hier
fragt es sich nicht: Haben sich die Geistlichen, hat sich insbesondere
der Ortspsarrer der s ch w i e r i g e n S i t u a t i o n gewachsen
gezeigt, in welche er sich gestellt fand? Ist ec an die Sache mit der vorsichtigen
Reserve, dem sichern Takt und dem Maße von Kritik herangegangen,
welche erwünscht waren? Wollte man selbst düse Frage ver-