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dachtsmoment auszuräumen. Wie durch die Zeugenaussagen bewiesen,
Laben die Eltern so oft Geld abgewiesen. Wenn sie auf Geldgewinn
ausgingen, warum thaten sie dann dieses? Ans was warteten sie? Ein
Vorfall stellt es so recht außer Zweifel, daß die Kunz gewiß nicht an
Geldgewinn dachte. Sie wurde nämlich versucht, und die Versuchung
kam in der Gestalt eines frommen Irländers. Er bot dem Kinde 5 Ji
Dieselben wurden zweimal zurückgewiesen. Dann ließ der Irländer sie
liegen. Aber die Wittwe Kunz rief ihm nach, man wolle sein Geld
nicht. Und da er es trotzdem nicht mitnehmen wollte, wurde es an
2 Arme gegeben, an die Wittwe Prokaskar und an eine Andere, die
ebenfalls als Zeugin ja hier war. Wenn es nun um Geldgewinn zu
thun gewesen, warum sollte da die Beschuldigte von dem Fremden, wo
jedes Bekanntwerden ausgeschlossen war, das Geldstück zurückgewiesen
haben? Als der Hr. Freiherr von Meerscheidt-Hüllessem
der Wit tlve Kunz diese Grube grub, da dachte er nicht,
daß dieJntegrität seines Charakters darin versinken
werde, noch weniger, daß dieser Vorfall der schlagendste Beweis
für die Unschuld der Beschuldigten werden würde.
Was Neur. angeht, so hieße es, den Mann beleidigen, wenn man
es für nöthig zu halten schien, ein Wort in dieser Beziehung zu sagen.
Wir haben den Domkapitular Herrn de Lorenzi gehört. Was waren
da für Parallelen zu ziehen zwischen Pastor Neur. und den jetzt von
einem ähnlichen Vergehen wieder freigesprochenen Männern der Effektenbank!
Geradezu komisch wird aber die Anklage, wenn sie behaupten muß,
daß Pastor Schneider zur Ausschmückung einer Nachbarkirche, und Dicke
aus Minden und Thömes aus Stuttgart gar zur Ausschmückung einer
ihnen bis dahin selbst dem Namen nach unbekannten Kirche, zu Betrügern
geworden seien.
Meine Herren! Wenn die Beschuldigten so sicher vorsätzlich Unwahres
behauptet hättrn, wie sie es nicht gethan haben, dann wäre es
zur Hebung des Marienkultus und damit der Religiosität überhaupt geschehen,
aber nie der Groschen willen!
Wenn die Anklage endlich subsidiarisch die drei Kinder als die
Betrüger darstellt und die Beschuldigten nur als deren Gehilfen, so ist
das offenbar geschehen, um ein paar Momente heranziehen zu können,
die mau mit dem besten Willen nicht als falsche Thatsachen qualifiziren