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sagt habe, sie erklärte (soviel ich mich hier erinnere) unter Anrufung des
h. Namen Gottes, dal; sie die Unwahrheit gesagt habe. Sie hören, daß das
Zeugniß dieser Frau vollständig unterstützt wurde durch das Zeugniß
der Helena Schmidt; auch dieser Zeugin gegenüber hat das Kind
Marg. Kunz erklärt, daß sie die Unwahrheit gesagt, der Zeugin Riemer
dagegen haben alle drei Kinder es erklärt.
Nun, m. H., kommt dasseuige dazu, was uns der Zeuge Dr. Strauß
erzählt hat. Sie hören, in welcher Weise dieser Beamte damals einen
Auftrag bekam, die Marg. Kunz nach Mary. zu führen. Marg. hatte
nämlich zum Untersuchungsrichter gesagt, es sei ein Mädchen aus dem
Eulenwald oder aus Bliesen gekommen und habe ihr gesagt, sie solle
sagen, das wäre die Mutter Gottes gewesen. Das sei am 3. Juki
gewesen. Dieses Mädchen wäre aber nicht von der Seite hergekommen,
wo sie hergekommen, sondern von der entgegengesetzten Seite. Es galt
also nunmehr, dieses Mädchen zu ermitteln, um darnach weiter schlüssig
zu werden. Der Herr Untersuchungsrichter vertraute Herrn Referendar
Strauß das Kind an. Ich will Ihnen nicht die ganze Erzählung
des Zeugen wiederholen, wie von Referendar Strauß das Kind
zuerst am Abende in seinem elterlichen Hause unter die Pflege seiner
Mutter gegeben — einer guten kath. Frau, und eben so rühnrt sich
Herr Dr. Strauß, ein guter Katholik zu sein, — in diesem Hause
wurde das Kind untergebracht; da trat Strauß Abends mit ihm in Unterredung.
das Kind berief sich mied.'rum auf den h. Namen Gottes : „„ Bo wahr
ein Gott im Himmel ist, so wahr ist, was ich jetzt erzählt habe; es ist
mir keine Madonna erschienen; ich habe eine Frau im Walde gesehen
mit eineni Tuche über dem Kopfe"" — und das Andere sei Alles von
ihm erdichtet und hinzugethan. Diese Erzählung vor Herrn Referendar
fand auch auf dem Wege über Urexweiler ihre Bestätigung und dort
kamen sie am Pfarrhause vorbei, wo früher Referendar Strauß erzogen
worden war. Dort sagte er zu dem Kinde: „In diesem Hause habeich
längere Zeit zugebracht, bin ich erzogen worden." Er ging von da nach
Marpingen hin und führte das Kind zu seiner Mutter, und dort hat
das Kind in Gegenwart der Mutter durch Kopfnicken zugegeben, daß
Alles, was es früher gesagt, gelogen gewesen sei, rrnd als darauf die
Mutter das Kind verstoßen wollle und zn ihm sagte: „Dann will ich
nichts mehr von dir wissen!" -- da klammerte sich das Kind an Herrn
Strauß an und sagte: „Ich habe nicht die Mutter, sondern Dich belogen!"