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Original-Protokoll, das der Zeuge nachträglich eingeschickt hat, mit der
Unterschrift der Marg. Kunz; es stimmt verbotenus mit d«'m ersten
Protokoll überein, das haben wir gesehen. Ich lege auf diese Aeußerung
des Widerrufes viel weniger Gewicht, als darauf, was am 28. Oktob.
1876 die Kinder unmittelbar kurze Zeit darauf vor dem Herrn Untersuchungsrichter
ebenfalls ausgesagt haben. Damals nahmen die
Kinder ebenfalls vor dem Herrn Untersuchungsrichter zuerst die Erklärung
der Teufelserscheinung, dann die Erscheinung des h. Geistes zurück
und sagten, diese seien unwahr, diese seien von ihnen erlogen. Indessen
von Demjenigen, was sie einmal in Betreff der Madonnaerscheinungen
gesagt, gingen sie nicht ganz zurück. Das geschah erst im Lause
der Untersuchung vor dem Herrn Untersuchungsrichter nach und nach,
so daß schließlich nichts übrig blieb, als daß sie am 3. Juli einen
weißen Schein im Walde gesehen, — so weit gingen sie zurück — daß sie
erschrocken und nach Hause gelaufen seien, daß dann von der einen
Seite ein Mädchen gekommen, das gesagt: „Das sei die Mutter Gottes
gewesen!" nachdem vorher in der Stube der Eheleute Leist wahrscheinlich
eine Nachbarin gewesen sei, welche gesagt habe: „Das war gewiß
die Mutter Gottes, die Euch erschienen ist"; während Jemand anders
meinte, es wäre eine Frau mit einem weißen Tuche gewesen, was sie
gesehen haben wollten. So schwand es auf einen bloßen, weißen Schein
zusammen; alles Andere sei unwahr, sei von ihnen erdichtet. Endlich
aber haben sie Alles nicht bloß als Spiel der kindlichen Phantasie, sondern
als wissentlich vorgebrachte Unwahrheiten zurückgen
o m IN e n. Wir haben also die Rücknahme vor dem sehr ehrenwerthen Beamten
Kleber, der auf die Kinder auch nicht den mindesten Druck geübt
hat, sondern ihnen ruhig und freundlich immer entgegen getreten ist,
mit ihnen gescherzt und ruhig - gesprochen hat. Auch vor diesem
haben die Kinder vollständig Alles, was sie gesagt, widerrufen.
Bedarf es, m. H., noch weiterer Ausführung? Dann finden wir das
Benehmen der Kinder im Mariannen-Jnstitut! Dort haben sie vor der
braven, geraden, unbescholtenen Frau Riemer, vor einer Erzieherin,
die, wie sie uns versicherte, ebensogut Katholiken wie Evangelische freundlich
behandelte, da deren Mutter ^atfjol'ftn gewesen, und die auch schon
deßhalb beide Konfessionen gleich lieb habe, vor dieser Frau, welche nicht
im Mindesten einen Truck aus die Kinder ausgeübt, — vor dieser Frau
erklärte die Marg. Kunz, daß sie vollständig die Unwahrheit ge-