Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Briefe  werden  Zweifel  aus  Anlaß  der  Erscheinung  des  h.  G.istes  erhoben.
Ein  anderer  Brief,  welcher  bei  der  Haussuchung  bei  Neur.  gefunden
worden,  rührt  von  Pfarrer  Bertrams  her.  Davon  ist  aber  nur  noch
ein  Stück  vorhanden.  In  demselben  wird  der  Regens  des  bischöflichen
Klerikalseminars  in  Speier,  Herr  Andreas  Seyffardt,  als  ein  auf
dem  Gebiete  der  Mystik  sehr  erfahrener  Mann  zur  Prüfung  der  Erscheinungen
  empfohlen.  Ferner  kommt  ein  Brief  zur  Verlesung  aus  der
Diözese  Brünn,  in  welchem  bemerkt  ist,  daß  die  Orte  Lourdes  in  Frankreich
  und  Leitmeritz  soder  Philippsdorfl  in  Böhmen  für  die  Feinde  der
kathol.  Kirche  ein  Gegenstano  des  Anstoßes  sind.  Durch  die  .Schlesische
Volkszeitung'  sind  dem  Schreiber  auch  die  Ereignisse  in  Mary.  bekannt
geworden,  und  der  Schreiber  bittet  in  seinem  und  im  Namen  mehrerer
Geistlichen  um  Auskunft  über  die  Marp.  Ereignisse.
Dann  gelangt  zur  Verlesung  ein  Brief  von  Pastor  Spang  aus
Züsch,  welcher  bei  Pastor  Schneider  im  Bette  gefunden  worden;  in  demselben
  wird  mitgetheilt,  daß  der  Kranke,  für  welchen  Mp.  Wasser  geschickt
  worden  war,  gestorben  ist.  In  einem  Briefe,  welcher  bei  Neur.
aufgefunden  wurde,  wird  er  aufgefordert,  gegen  den  „Rheinischen  Kurier"
in  Wiesbaden  Klage  zu  erheben;  die  beiliegenden  Nummern  sind  voll
von  ehrenrührigen  Ausdrücken  gegen  den  Pastor.  Eine  ähnliche  Aufforderung
  wird  von  einem  Briefe  aus  Lethmate  an  Neur.  gerichtet.  Die
Briefe  der  Gräfin  Spee  sind  schon  verlesen  worden.  Die  Briefe  des
Dekan  Klotz  über  die  Anbietung  resp.  Verwendung  des  Geldes  sind
unter  Eid  bestätigt  worden.  Ferner  liegen  Briese  vor  oor,  der  Gräfin
Saner-Magelsch  und  der  Freiin  v.  Louisenthal  in  Dagstuhl.
Dann  wird  ein  Brief  verlesen,  welcher  von  dem  Mitarbeiter  der  .Germania',
  Hermann  Kuhn  in  Paris,  herrührt  und  den  Bau  einer  Kapelle
und  die  künstlerische  Darstellung  der  Gottesmutter  bespricht.  Daun
liegt  ferner  ein  Schreiben  vor  von  der  Freifrau  von  Ostmann  von
der  Ley,  unter  welcher  sich  die  Notiz  Neur.'s  befindet:  „beantwortet
am  9.  Sept."  Die  Frau  von  Wolschefski  bittet,  2  h.  Messen,
eine  für  die  lebenden  und  eine  für  die  verst.  Mitglieder  ihrer  Familie
zu  lesen;  10  JL  liegen  bei;  auch  bittet  sie,  ihr  eine  große  Flasche  Mp.
Wassers  für  ihre  kranke  Tochter  zu  senden.  Dann  gelangt  ein  Brief  des
Pastors  Eich  vom  15.  Juli  1876  an  Pfarrer  Neur.  zur  Verlesung;
in  demselben  heiß:  es:  „Ich  weiß,  daß  Du  Dich  nicht  besser  und  ruhiger
hättest  benehmen  können,  als  Du  gethan  hast."  Ein  2.  Brief  desselben
            
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