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Franz Fisch. 41 I. a.
Präs.: „Haben 2ie dem Pastor Neureuter einst zum Zwecke eines
Kapellenbaues Geld angeboten?"
Zeuge: „Ja; das war ain 15. Novbr. 1877."
Präs.: „Wie viel?"
Zeuge: „100 Franken."
Präs.: „Hat er das angenommen?"
Zeuge: „Nein."
Präs.: „Was sagte er denn?"
Zeuge: „Es könnte noch nichts daraus werden."
W. Richard, 41 I. a., Eigenthümer in Fraulautern.
Präs.: „Haben Sie einmal dein Pastor Neureuter einen größer»
Geldbetra \ angeboten?"
Zeuge: „Ich habe ihm einen Betrag angeboten; wie groß der
Betrag sein solle, bestimmte ich noch nicht. Ich sagte ihm einfach, ick
wollte ihm einen Betrag für den Kapellenbau geben."
Präs.: „Wann war das?"
Zeuge: „Das war Mitte August. Er hat aber gesagt: „„Nein,
ich nehme kein Geld an; wenn ich das thun wollte, dann hätte ich schon
viel Geld.""
Dr. Thömes bittet, den Zeugen zu fragen, ob er sich erinnere,
daß er Briefe mit Pastor Neur. gewechselt habe. Der Zeuge erinnert
sich dessen noch ganz genau und sagt: „Nachdem bekannt geworden,
daß der Schorn in Haustadt geheilt war, reiste ich absichtlich hin, ließ mir von
den Nachbarn den Zustand, wie er gewesen ist, auseinandersetzen.
Während der Auseinandersetzung sah ich den Mann, ich ging auf und
ab und ich dachte bei mir selbst, daß er sicher drei Viertel von seinem früheren
Zustande geheilt worden sei. Später las ich in der Zeitung, daß der
Mann rückfällig geworden sei. Ich ging wieder hin und fand den
Mann auch zum Theil rückfällig. Er ging jetzt so, daß der Oberkörper
zum Unterkörper beinahe einen rechten Winkel bildete."
Präs.: „Ich glaube, daß es kau in nöthig ist, auf diese
Sache weiter einzugehen, da wir ein ärzliches Attest haben, wonach der
Mann jetzt ganz frans ist."
Mathias Schneider, 56 I. a., in Obergreisswald.
Präs.: „Ist Ihnen etwas darüber bekannt, daß der Leist 1 oder
2 Ochsen verkauft hat?"