Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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v.  Hüllessem  gerichtet  wurde.  Wenn  er  irgendwie  über  Etwas  Veranlassung
  hatte,  sich  zu  erklären,  so  hatte  er  es  über  diesen  Punkt,  und
das  hat  er  nicht  gethan."
Präs.:  „Es  kommt  noch  etwas.  Was  die  5  angeht,  so  war  die
Abfassung  des  Protokolles  eine  solche,  wie  ich  sie  ausgedrückt  habe.  Man
hätte  entnehmen  können,  das  Kind  habe  die  5  JL  genommen;  wenn
man  aber  einen  Zweifel  daran  hegt  und  mit  diesem  Zweifel  die  Worte
liest,  so  steht  allerdings  nicht  im  Protokoll,  daß  die  5  <4L  von  dem  Kinde
genommen  worden  sind.  Und  v.  Hüllessein  hat  erklärt,  ec  wisse  es  nicht
genau,  und  es  stehe  anch  nicht  im  Protokolle.  Er  schreibt  nun  und  legt
eine  Notiz  bei  aus  seinem  Tagebuche,  daß  er  die  5  JL  verausgabt  habe.
Daraus  will  er  deu  Schluß  ziehen,  es  müssen  die  5  JL  verausgabt  sein,
wenn  er  sie  gebucht.  In  einem  zweiten  Briefe  sagt  er,  der  Schluß,  daß
das  Kind  die  5  JL  genommen  habe,  sei  wohl  doch  nicht  richtig,  sondern
es  stehe  nur  fest,  daß  er  sie  nicht  zurückerhalten  habe.  Und  wir  hören
ja  von  der  Zeug'n,  daß  er  sie  nicht  zurückerhalten  habe,  die  Zeugin  hat
sie  verwerthet."
Verth.  Bachein  bittet,  die  Stelle  des  Protokolles  des  Herrn  von
Hüllessem,  der  den  Beruf  habe,  täglich  Protokolle  aufzunehmen,  noch
einmal  zu  verlesen,  um  daraus  zu  ersehen,  ob  es  nicht  auf  jeden  unparteiischen
  Zuhörer  den  Eindruck  machen  müsse,  v.  Hüllessem  habe  damit
sagen  wollen,  das  Kind  habe  die  5  JL  genommen.
Prä  s.:  „Ich  habe  bereits  ihm  selbst  dies  vorgehalten."
Verth.  Bachem:  „Ich  möchle  den  unmittelbaren  Eindruck  von
dieser  Sache  haben."  —  Das  Protokoll  wird  abermals  verlesen:  in  demselben
  heißt  es:  „Ich  bot  dem  Kinde  5  JL  an;  das  Kind  sah  die  Muter
  fragend  an:  die  Mutter  nickte."
Präs,  berichtet  über  den  Fall  nochmals  in  Kürze  und  bemerkt,
daß  noch  zwei  Armen  als  Zeugen  über  die  5  JL  vernommen  werden
sollen;  die  Frau  Schuh  hat  diesen  die  5  JL  gegeben.  Auf  diese  Zeugen
wird  verzichtet.
Dr.  Thömes  läßt  fragen:  „Hatte  der  Kriminal-Kommissar  das
Geld  aus  dem  Tische  liegen  lassen,  und  wurde  dasselbe  dann
erst  den  Armen  gegeben?"
Zeugin:  „Ja."
Peter  Lissmann,  26  I.  alt,  Maurer  aus  Breitscheid,  hat  als
Tambour  bei  dem  Einrücken  der  Soldaten  den  Wi.bel  geschlagen  und
            
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