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gekommen, habe ihr Borwürfe gemacht und gesagt, das; sie ihm ja
das Gegentheil versichert habe. Gleich daraus sei das Kind zu Belt
geführt worden. — Zeuge berichtet dann noch ferner über die Unterredung,
welche in seinem Hause zwischen Dr. Strauß und den beidew
Pastoren Neureuter und Schneider stattgefunden hat; er (Zeuge) hat
die beiden Herren Pastors dazu eingeladen.
Dr. Strauß bemerkt den Aussagen des Zeugen Rath gegenüber,
daß er dem Kinde keine Vorwürfe gemacht habe, und daß die
Unterredung zwischen ihm und den beiden Geistlichen nicht auf Veranlassung
des Pastors, sondern aus seine (des Dr. Strauß) hi» stattgefunden
habe. Der Pastor bemerkt, daß letzteres möglich sei,; tonne.
Die Frage des Oberprok., ob Zeuge Rath in geistlicher Kleidung
gewesen sei, als er mit den; Kinde die Unterredung gehalten, bejaht
der Zeuge.
Anna Schneider, 2) Jahre alt, Haushälterin des Pastors Schneider
von Alsweiler, bekundet, daß sie einige Briefe, ohne deren Inhalt zw
kennen, im Freindenbett verborgen habe. Bei der Haussuchung habe sie
keinen Widerstand geleistet; ein Fläschchen mit Marp. Wasser habe sie
in die Asche geworfen, um dein Spotte t> es Kommissars zu entgehen.
Peter Mü ller. 30 Jahre alt, beigeordneter Landgerichtssekretär^
hat die Haussuchung bei Pastor Schneider mit abgehalten und sagt,
daß die Briefe in dem Fremdenbette gefunden worden seien. Als sie
an das Fremdenzimmer gekommen, habe die Zeugin gesagt: „Da ist
nichts.' Kommissar Fersch aber habe auf die Untersuchung gedrungen.
Zeugin Schneider besteht ans ihrer früheren Aussage, so daß 6ibgegen
Eid steht. Da die Vertheidigung auf diese Sache keinen Werth,
legt, so verzichtet sie auf die Vernehinung des Kommissars Fersch.
Katharina Schuh, Ehefrau Geßner, 54 Jahre alt, war zugegen,
als Anfangs Oktober der angebliche Irländer der Marg. Kunz 5 JL
geben wollte.
Präs.: „Hat das Kind die 5 ^ genommen?"
Zeugin: ,,Nein, er hat sie dem Kind 2 mal in die Hand gesteckt
und das Kind hat sie jede sma l f a l l e n la ss en. Die Frau Kunz
hat gesagt: „Geb's dem Herrn zurück, wir mögen kein Geld."
Präs.: „Hat das Kind das gethan?"
Zeugin: „Nein, der Irländer hat's liegen lassen. Da ist die
Frau Kunz aufgesprungen und hat gesagt: „Herr, nehmen Sie das.