Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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v.  Hüllessem  noch  nicht  da.  Tann  heißt  es  weiter  in  dem  Protokoll  der
Hubertus:  „Ich  habe  zwar  eine  Bibel  mit  Bildern  drin,  doch  habe  ich
nicht  gewußt,  daß  die  Taube  den  hl.  Geist  vorstellen  soll.  Ich  weißnicht,
  ob  die  Marg.  Kunz  eine  solche  Bibel  hat,  wohl  weiß  ich,  daß  die
Marianne  Kunz  eine  solche  hat."  Dann  hat  anch  die  Kunz  erklärt,  daß.
sie  nicht  gewußt  hätte,  daß  die  Tanbe  der  hl.  Geist  sein  solle,  sie  habe
in  der  Schule  nichts  davon  gehört."
Kleber:  „Ich  erlaube  mir,  zu  bemerken,  daß  d.r  Zeuge  Metzen,
der  flüchtig  ist,  mir  gesagt  hat  bei  seiner  Bernehmnng,  daß  er  als  Lehrer
die  Kinder  bis  Ostern  nach  der  Schustec'schen  Bibel  bis  8  10  unterrichtet
  hätte,  und  im  §  2  stehen  die  Worte:  „Dies  ist  mein  geliebter
Sohn,  an  dem  ich  mein  Wohlgefallen  habe."
Präs.:  „Ich  habe  bereits  früher  darauf  hingewiesen,  und  es  wird
wohl  nicht  nöthig  sein,  die  Aussage  des  Metzen  zu  verlesen."
Zeuge:  „Ich  erinnere  mich  auch,  daß  ich  das  Kind  gefragt  habe,
wie  die  Stimme  ver  Mutter  Gottes  gewesen  wäre;  es  sagte,  eine  solche
Stimme  habe  es  früher  noch  nicht  gehört;  ferner:  dann  wußte  das
Kind  nicht,  ob  die  Stimme  von  der  Seite,  oder  von  oben  oder  unteir
gekommen  wäre.  Ferner  erinnere  ich  mich  noch,  daß  die  kleine  Leist  vor
dem  Untersuchungsrichter  in  Gegenwart  der  Eltern  erklärt  hat,  daß  die
frühern  Protokolle  falsch  niedergeschrieben  wären.  Als  ich  sie  darauf
aufmerksam  machte,  sie  wisse  nicht,  was  sie  thue,  sie  mache  Beamten  den
Vorwurf,  daß  sie  nicht  richtig  protokollirten,  blieb  sie  b  ei  ihrer  Aussage
wenn  es  aber  in  der  „Kölnischen  Zeitung'  heißt:  ich  hätte  gesagt,
„das  Kind  fürchtete  sich",  dann  mnß  ich  bemerken,  daß  ich  gesagt
  habe,  es  habe  sich  nicht  g  e  f  ü  r  ch  t  e  t."
Präs.:  „Es  ist  mir  nicht  entgangen,  daß  dieses  in  einigen  Blättern
falsch  dargestellt  ist.  Ich  habe  jedoch  ein  für  allemal  erklärt,  daß  ich
keine  Verantwortlichkeit  übernehme.  In  der  ,Trierischen  Landeszeitung'
ist  Herr  Dr.  Strauß  als  Dr.  med.  angeführt/'
Bachem:  Wenn  wir  die  Zeitungsberichte  korrigiren  wollten,  dann
müßten  wir  beim  ersten  Artikel  anfangen  und  beim  letzten  aufhören.
Zeuge:  „Bei  der  oben  angeführten  Gelegenheit  waren  die  Elterw
anwesend  und  glaube  ich,  daß  die  Ehefrau  zu  dem  Kinde  sagte,  es  solle
bei  seiner  Aussage  bleiben,  wenn  sie  richtig  wäre;  im  Uebrigen  berufe
ich  mich  auf  meine  frühere  Aussage."
Aerztliches  Gutachten  über  die  drei  Kinder.  Peter
            
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