Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Tode  in  Verbindung?  Dinge,  die  nicht  zu  einander  passen,  pflegt  man
nicht  in  Zusammenhang  zu  bringen."
Zeuge:  „Bei  der  Untersuchung  im  1.  Verhöre  sagte  ich  aus,  es
mag  im  Mai  oder  Anfangs  Juni  gewesen  sein.  Beim  2.  Verhöre
spazirte  Herr  v.  Hüllessem  mit  mir  auf  und  ab  und  sagte  mir.  wie
wichtig  es  sei,  das  Datum  festzustellen.  Da  kam  der  Bruder  der  Verstorbenen,
  Herr  Donuevert,  welcher  Geschworener  war,  die  Treppe  herunter
  und  ich  sagte,  da  kommt  ja  ein  Herr,  welcher  uns  ein  Datum
feststellen  wird,  welches  Bezug  auf  die  ganze  Angelegenheit  hat.  Derselbe
  erklärte,  daß  der  Todesfall  am  4.  Juni  stattgefunden  hat."
Präs.:  „Wie  kommen  Sie  dazu,  durch  das  Datum  des  Todes
Ihrer  Verwandten  das  Datum  Ihrer  Unterredung  mit  dem  Händler
festzustellen?"
Zeuge:  „Bei  dem  ersten  Mal  war  meine  Frau  nach  dem  Friedhofe
  zu  dem  Grabe  ihrer  Mutter  gegangen."
Präs.:  „Kann  das  im  Juli  gewesen  sein,  als  die  Leute  nach  Mary.
gingen?"
Zeuge:  „Ich  glaube  wohl,  das  kann  ich  genau  nicht  mehr  feststellen."
Präs.:  „Hätten  Sie  das  gewußt,  das  wäre  interessant!"
Zeuge:  „Ich  habe  die  Ueberzeugung,  daß  von  einer  Mache  n  i  ch  t
die  Rede  sein  kann.  Der  Händler  war  ein  Mann,  welcher  bei  verschiedenen
  Leuten  Artikel  gekauft  und  damit  hausirt  hat."  ■
Präs,  bemerkt,  daß  der  Händler  trotz  aller  Mühe  nicht  habe  gefunden
  werden  können.  —  Ter  Zeuge  sagt,  der  Mann  habe  ausgesehen
wie  ein  Hausirer  von  Speicher  oder  vom  Hunsrücken.  —  „Das  also  war
das  erste  Mal.  daß  der  Mann  zu  Ihnen  sagte,  daß  viele  Leute  nach
Marp.  liefen  und  man  da  ein  gutes  Geschäft  machen  könne.  Haben
Sie  sich  aus  diese  erste  Erklärung  desselben  veranlaßt  gefunden,  Medaillen
  zu  bestellen?"
Zeuge:  „Rein,  einige  Wochen  nachher  war  der  Mann  wieder  bei
mir  und  sprach  wieder  von  Mp.;  unter  Anderem  sagte  er,  er  habe
auch  früher  mit  ähnlichen  Erinnerungszeichen  gehandelt:  1844  bei  der
Ausstellung  des  hl.  Rockes  zu  Trier  mit  Medaillen,  1848  mit  Kokarden,
1871  mit  Ehrenkreuzen  für's  Militär:  er  habe  immer  gute  Geschäfte
gemacht,  und  auch  jetzt  könnte  eine  gute  Gelegenheit  sein,  für  den  dortigen
  Platz  etwas  anzufertigen.  Bei  dieser  Gelegenheit  sah  er  eine
Medaille  für  Maria  Einsiedeln  und  sagte,  wenn  wir  etwas  Aehnliches
            
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