Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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gemacht;  ich  wollte  das  nur  bemerkeg  zur  Beurtheilung  solcher  Bemerkungen."

Zeuge:  „Wer  das  Bild  gesehen  hat,  kann  begreifen,  das;  das
Kind  es  nicht  beschreiben  konnte;  sie  gaben  später  an,  Manches  in
anderer  Weise  gesehen  zn  haben,  z.  B.  die  Strahlen  so  und  so  gesehen
zu  haben."
Präs.:  „Noch  eins!  Bei  der  Haussuchung  bei  Pastor  Neur.  fand
sich  ein  Brief,  lautend:  „„Das  Kästchen  ist  noch  nicht  angekommen,  ich
bitte  daher  darum;  die  Auslagekosten  werde  ich  Ihnen  senden.  Anbei
sende  Ihnen  ein  Exemplar  meiner  Schrift  „über  die  Herrlichkeiten  der
Gnade"  als  Zeichen  des  Dankes  für  die  mir  erwiesene  Aufmerksamkeit.
Wir  haben  überlegt,  die  Wunder  der  Polizei  in  Marp.  zu  veröffentlichen,
  was  für  die  Wahlen  wichtig  ist.  Ihr  Ergebenster."  '  Der  Brief
ist  von  Ihnen?"
Zeuge:  „Jawohl."
Bachem:  „Ich  konstatire,  das;  Pros.  Schceben  die  Artikel  in  die
„Köln.  Volksztg/  geschrieben  hat,  die  ja  politisch  sehr  stark  verwerthet
worden  sind."
Präs.:  „Die  Schlüsse  überlasse  ich  der  Vertheidigung,  ich  will
nur  die  Schriftstücke  verlesen."
Der  Zeuge  Joseph  Zodae,  Bildhauer  in  Stuttgart,  war  nicht
erschienen,  und  wurde  nach  einigen  Bemerkungen  des  Dr.  Thömes  auf
die  Verlesung  seiner  früheren  Aussagen  verzichtet.
Herrmann  Butzon,  31  I  alt,  Buchhändler  aus  Kevelaer:  „Es
ist  mir  seiner  Znt  einmal  von  dem  Photographen  Krapp  in  Trier
über  die  Vervielfältigung  einer  Zeichnung  der  Viffon  zu  Marpingen
gesvrochen  worden.  Er  sagte  mir,  er  stände  mit  Dr.  Thömes  wegen
der  Reproduktion  des  Bildes  in  Unterhandlung  und  verlange  Thömes
für  das  Verlagsrecht  4000  von  ihm.  Ich  habe  nur  die  Deger'sche
Madonna  verkauft.",
Peter  Philippi,  (in  Firma  I.  B.  Grach)  47  I.  a,  Buchhändler
  in  Trier.  „Ich  habe  einmal  iin  August  1877  mit  Dr.  Thömes  über
ein  Bild  von  Narp.,  welches  vervielfälgtit  werden  sollte,  in  Verhandlung
  gestanden.  Dr.  Thömes  bot  mir  den  Verlag  an  und  verlangte
für  denselben  4000  JL  Wie  viele  von  den  Bildern  gemacht  werden
sollten,  darüber  hatten  mir  nicht  gesprochen.  Ich  ging  mit  ihm  zum
Photographen,  um  zu  hören,  wie  hoch  sich  der  Verkaufspreis  belaufe.
            
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