Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Simons  bittet,  den  Thomö  zu  fragen,  ob  es  nicht  ein  Baier  war.
Thomo  gibt  das  zu.  „Es  war  unter  den  Leuten  die  Annahme
verbreitet,  der  Baumeister  sei  ans  der  Schweiz."
Präs.  zu  Pastor  Neur.:  „Ist  das  richtig,  haben  Sie  so  einen
Plan  bekommen?"
Neur.:  „Ja,  das  ist  richtig."
Mich.  Thome.  36  I.  alt,  Wirth  und  Bäcker  in  Tholey:  „Ich
kann  nicht  bestimmt  sa  zen,  dast  ich  früher  den  Kirchenrechner  Fuchs  als
den  Mann  bezeichnet  habe,  der  viel  Antheil  an  der  Sache  haben  sollte,
es  mag  sein,  das;  ich  dieses  gehört  habe.  Wohin  das  Geld  gekommen
ist,  weiß  ich  nicht."
Präs.:  „Früher  Habei;  Sie  einmal  geäußert,  das;  über  die  Glaubwürdigkeit
  der  Kinder  und  der  4  Männer  in  Marpingen  gesprochen
worden  wäre."
Simons:  „Das  ist  keine  Frage,  die  man  an  einen  Mann  aus
dem  Dorfe  richten  kann."
Präs.:  „Das  muß  Einer  schon  ans  der  Erfahrung  wissen,  das
ist  eine  Thatsache."
Zeuge:  „Es  ist  richtig,  das;  in  der  Wirthschaft  mehrere  gesagt
haben,  den  Kindern  glaube  man,  den  Männern  nicht;  andere  aber
haben  gesagt,  man  könne  auch  diesen  4  Männern  glauben,  denn  es  seien
ordentliche  Leute."
Glessener  Jakob,  hat  im  Psarrhause  ein  Protokoll  unterschrieben
vor  einem  anwesenden  Geistlichen;  Kapl.  Dicke  war  das.  Zeuge  meint
heute,  Pastor  Neur.  sei  nicht  dabei  gewesen.  Nach  einem  früheren
Protokolle  aber  hat  er  gesagt,  das;  der  Pastor  N.  dabei  gewesen  sei;
Zeuge  hält  schließlich  das  denn  auch  für  richtig.
Steph.  Kunz,  53  I.  alt,  Ackerer  in  Marp.:  „Ich  bin  einmal  auf
der  Pastorat  von  Jemandem  zu  Protokoll  vernommen  worden,  welches
ich  auch  unterschrieben  habe,  weis;  aber  nicht,  wer's  aufgenommen  hat.
Ich  war  nicht  gerufen  worden,  sondern  ich  bin  zufällig  in's  Haus  gekommen."

Elisabetha  Wachter,  Ehefrau  Dörr,  aus  Mary.  Es  werden  die
über  sie  handelnden  Stellen  aus  den  Broschüren  von  Dicke  (S.  38)
und  von  Thömes  (Stuttgarter  Brosch.  S.  93)  verlesen.  Nach  denselben
  ist  Frau  Wachter  aus  dringendes  Bitten  der  Marg.  Kunz  mit
dieser  in  den  Wald  gegangen,  als  das  Militär  schon  dort  war,  Mar-
            
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