Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Bachem:  „Ja,  ganz  gewiß."
Präs.:  „Gibt  es  in  Mary.  einen  Blechschmied?"
Thome:  „Vor  den  Ereignissen  nicht,  erst  als  letztere  ansingen,  ist
einer  aus  Tholey  dort  hingezogen."  Auf  weiteres  Befragen  des  Präs.,
ob  noch  mehrere  hingezogen  wären»  antwortet  der  Zeuge,  daß  noch  einer
hätte  hinziehen  wollen;  auch  bekundete  er,  daß  viele  fremde  Leute  Buden
aufgeschlagen  hätten  und  viele  Artikel  zum  Verkaufe  aussetzten.
Verth.  Simons:  „Ich  werde  von  Hrn.  Neur.  aufmerksam  gemacht»
daß  ihm  verschiedene  Male  im  Beisein  des  Zeugen  Geld  angeboten  worden
  wäre»  welches  aber  von  ihm  zurückgewiesen  worden  sei."
Präs,  (zum  Zeugen):  „Wissen  Sie  etwas  hiervon?"
Zeuge:  „Ich  war  eines  Tages  dort,  es  war  gerade  Jemand  bei
ihm;  dieser  sagte:  „„Ich  habe  mir  100  Thaler  von  Hause  genommen»
die  will  ich  Ihnen  geben.  Herr  Pastor,  für  eine  Kapelle.""  Der  Pastor
sagte:  „„Derartiges  Geld  nehme  ich  nicht  an.  Nehmen  Sie  das  Geld
wieder  ruhig  mit  nach  Hause;  an  so  etwas  ist  nicht  zu  denken.""
Der  Präs,  ersucht  den  Sekretär,  von  den  Worten:  „an  so  etwas
ist  nicht  zu  denken"  —  Vermerk  zu  nehmen.  Zum  Zeugen  gewandt,
fragt  er.  ob  das  der  einzige  Vorfall  gewesen  sei.
Zeuge  behauptet,  daß  dies  verschiedene  Male  vorgekommen  sei.
Präs.:  „Wann  ist  die  100-Thaler-Geschichte  passirt?"
Zeuge:  „Im  Jahre  1876."
Präs.:  „Sind  noch  andere  Vorfälle  vorgekommen?"
Zeuge:  „Ich  weiß  nur,  daß  ihm  noch  einmal  Geld  angeboten
wurde,  worauf  er  sagte:  „Ich  nehme  kein  Geld  an.""
Präs.:  „War  das  im  Sommer  oder  im  Winter?"
Zeuge:  „Es  war  im  Herbste  1876.  und  sollte  das  Geld  zu  der
etwa  zu  erbauenden  Kapelle  verwandt  werden."
Verth.  Simons  bittet,  den  Zeugen  zu  fragen,  ob  er  sich  erinnere,
daß  Jemand  aus  einer  benachbarten  Pfarrei  deir  Hrn.  Pastor  Neur.  gebeten
  hat,  eine  hl.  Messe  zu  lesen,  und  daß  er  diesen  Mann  abgewiesen
  und  an  seinen  Pfarrer  verwiesen  hat.
Zeuge  bestätigt  dies.
Der  Präs,  richtet  hierauf  an  den  Zeugen  die  Frage,  ob  er  zum
Pastor  Eich  zu  Heusweiler  gesagt  habe,  er  möge  nicht  nach  Marpingen
kommen,  sonst  werde  er  verhaftet  werden.
Zeuge  erinnert  sich  dieser  Aussage  noch.
            
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