Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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nichts  von  dem  Vorgänge  in  der  Kirche  gesehen  habe.  Die  beiden
Mädchen  hätten  dem  Zeugen  Weber  ihre  Namen  genannt;  er  würde
die  Mädchen  wohl  nicht  mehr  wieder  erkennen  können.
-nerm.  Rekten  wald  Glöckner,  25  I.  alt,  Macp.:  „DaS  gespendete
  Geld  ist  dem  Kirck  enrechner  übergeben  worden.  Der  Pastor  hat
nichts  empfangen:  ich  erinnere  mich  allerdings,  das;  eines  Abends  der
Pastor  in  die  Sakristei  gekommen  ist,  wo  auch  der  Müller  Thome  hinkam,
  ich  behaupte  mit  Bestimmtheit,  das;  von  hier  ans  eine  Hostienschachte!
  mitgenommen  ist."
Recktenivald  Marg.k.,  26I.,  Mp.:  „Es  ist  richtig,  das;  ich
im  Sommer  1877  die  Kirche  gereinigt  und  Opfergeld  gesammelt  habe;
festgehalten  hat  mich  der  Gensdarm  nicht."
Recklenw  ald  M  arg.  lI.,  34I.  alt,  Mp.,  Schwester  des  Glöckners
Rectenwald  und  in  Diensten  des  Past.  Nenr.  Dieselbe  gibt  an,  daß
sie  weder  in  der  Kirche  Geld  gesammelt,  noch  von  dem  Gensdarm  festgenommen
  worden  wäre.
E  li  s  a  b  et  h  a  S  ch  o  r  r,  24  I.  a.,  Mp.  Dieselbe  gibt  ebenfalls
an,  daß  sie  noch  nie  in  der  Kirche  Geld  gesammelt,  auch  nicht  vom  Gensdarm
  festgehalten  worden  sei.
Joh.  Thome,  Müller,  (außerhalb  Marp.  wohnend).  Derselbe
gibt  an,  das;  er  zwar  im  Anfange  an  der  betreffenden  Gnadenstelle  gewesen
  sei,  wie  aber  die  Einfriedigung  derselben  gemacht  ist,  davon  sei
ihm  nichts  bekannt,  wisse  auch  nicht,  wer  die  Frage  an  die  Erscheinung
habe  richten  lassen.
Präs.:  „Wir  werden  Briefe  haben,  wo  der  Name  dieses  Zeugen
genannt  ist."
Thome  gibt  zu,  das;  er  unter  Andern;  am  27.  November  1877
durch  Dr.  Thömes  vernommen  worden  sei.  „Es  ist  richtig,  das;  ich  im
August  1877  mit  dem  Pastor  und  Recktenwald  an  einem  Abende  in  der
Sakristei  gewesen  bin,  wir  h.bei;  nachher  die  Kirche  verlassen,  es  trug
der  Pastor  eine  Hostienschachtel  bei  sich."
Verth.  Simons:  „Wir  haben  von  mehrern  Personen  gehört,  die
zu  Marp.  Rosenkränze  und  Blechgefäße  verkauften,  und  möchte  deßhalb
bitten,  den  Zeugen,  der  aus  Marp.  zu  Hause  ist,  zu  fragen,  ob  das
nicht  Leute  ans  St.  Wendel  und  Tholey  waren."
Präs.:  .Nach  der  Registratur  der  Akten  wissen  wir,  das;  man  an
vielen  Fenstern  Blechgeschirre  gesehen  hat.  —  Soll  überhaupt  dieser  der
geeignetste  Zeugesein  zu  dieser  Aussage?"
            
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