Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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auch  die  Erscheinungen  im  Elsaß  als  dämonisch  befunden,  und  habe  sich
auch  mit  dem  Bischof  von  Straßburg  über  die  Erscheinungen  im  Elsaß
besprochen,  die  dieser  auch  für  dämonisch  erklärt.  Das  sei  ein  schlimmes
  Antezedenz  für  Marp.,  er  solle  ihm  schreiben,  was  er  von  Marp.
halte;  er  wolle  an  der  Hand  von  Görres'  Mystik  mit  besonderer  Rücksicht
  auf  Elsaß  und  Marp.  einige  Artikel  in  die,Reichszeitung'  schreiben.
Präs,  fragt  nun  d.'n  Zeugen,  ob  er  der  in  dem  Briefe  erwähnte
Pfarrer  Feiten  sei.
Zeuge  glaubt  dies  wohl;  der  Zeuge  Hammer  sei  einmal  bei  ihm
gewesen,  sie  hätten  über  Marp.  gesprochen,  er  habe  seine  Ansicht  angegeben
  und  gesagt,  er  glaube,  daß  Dämonisches  mit  unterlaufe.  In  Folge
dieser  Unterredung  müsse  wohl  Hammer  an  Limbourg  geschrieben  haben.
Daß  er  (Feiten)  aber  beim  Bischöfe  von  Luxemburg  gewesen  und  den
Elsaß  bereist  habe,  sei  ein  Irrthum;  es  sei  nur  vom  Bischof  von  Luxemburg
  die  Rede  gewesen.  Zeuge  ist  einmal  in  Marp.  (er  glaube,  im
August  1877)  gewesen  und  habe  Neur.  gegenüber  sein  Bedenken  gegen
die  Sache  ausgesprochen  und  gesagt,  daß  Diabolisches  mit  unterlaufe;
Neur.  sei  auch  der  Ansicht  gewesen;  die  ersten  Erscheinungen  hielt  er
(Neur.)  für  himmlisch,  in  der  letzten  Zeit  sei  aber  Manches  vorgekommen,
  daß  er  glaube,  daß  Diabolisches  mit  unterlaufe.  Zeuge  glaubt,
es  sei  damals  von  den  Berschweiler  Erscheinungen  die  Rede  gewesen.
Präs.:  „Wir  brauchen  auf  den  Berschweiler  Fall  nicht  weiter
einzllgehen."
Zeuge:  „Neur.  habe  seine  Ansicht  darüber  kundgegeben,  die  Leute
hätten  ain  Abende  kommuniziren  wollen,  deßhalb  habe  Neur.  geglaubt,
daß  etwas  Diabolisches  mit  unterlaufe,  und  sie  fortgeschickt."
Verth.  Bachem  will  sprechen.
Präs.:  „Wenn  der  Zeuge  fertig  ist."
Bachem:  „Ich  bitte,  mich  sprechen  zu  lassen,  damit  dieses
Moment  fixirt  werde:  es  könnte  »onst  entrinnen.  Der  Zeuge
sagt  aus,  sich  beziehend  aus  die  Berschweiler  Erscheinungen  hat  Pastor
Neur.  bei  dieser  Unterredung  gesagt,  auch  bei  den  letzten  Erscheinungen
in  Marp.  werde  wohl  Diabolisches  mit  unterlaufen."
Präs.:  „Ich  habe  das  ganz  deutlich  gehört:  Also  das  einzige  Mal,
als  Zeuge  in  Marp.  gewesen,  ist  jedenfalls  auch  von  andern  Erscheinungen
  gesprochen  worden;  früher  hat  Zeuge  gesagt,  daß  er  1876  in
Marp.  gewesen  sei,  Zeuge  glaubt  jetzt,  daß  es  1877  war."
            
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