Full text : Der Marpinger Prozess vor dem Zuchtpolizeigericht in Saarbrücken

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Ich  sagte,  daß  dieselben  glei  chze  i  ti'g  gesell  n  wären,  und  er  envideite
dieselben  haben  an  derselben  Krippp  gefressen  und  sind  gleichmäßig  angestrengt
  worden  und  daher  zu  gleicher  Zeit  der  Tod  Die  beiden  andern
Knechte  bestätigten  mir,  daß  die  betreffenden  Pferde  viel  gelaufin  wären
und  in  Urexweiler  Wasser  getrunken  hätten,  wodur  h  der  Tov  so
rasch  eingetreten  wäre.
Präs  :  „Haben  Sie  auch  etwas  über  das  Gerede  von  des  Himmels
  Strafgericht  a  fahren?"
Fischer:  „Zur  Z  it,  als  die  Pferde  fielen,  ivußte  ich  noch  nichts
von  dem,  was  in  Mp.  vorgefallen  war;  erst  dar  12  wurde  mir  in
Tholey  von  dem  Wunder  in  Mp.  erzählt,  auch  wurde  mir  das  Wunder
mit  meinen  Pf  rden  berichtet,  «vorüber  ich  mein  Erstaunen  ausdrückte."
Präs.  zu  Thöines:  „Ich  mache  Sie  darauf  aufmerksam,  das;  d'e
Geschichte  mit  den  Pferden  am  9.  Juli  passirt  ist  und  der  Zeuge  erst
am  12.  I  ili  Kenntnis;  von  den  Ereignissen  in  Marpingen  erhalten  hat,
am  selben  Tage,  an  welchem  der  Ortsbürgermeister  von  St.  Wendel
davon  gehört  hat,  und  kann  der  Zeuge  durchaus  keine  Gotteslästerung
begangen  haben.  Nach  den  Aussagen  des  Zeugen  liegt  hier  eine  infame
Lüge  vor,  wodurch  man  dessen  Ehre  beeinträchtigt.  Hr.  Vikar  Dicke  sagt,
daß  er  die  Notiz  der.Germania*  entnommen  habe,  und  der  .Germania'
ist  dieselbe  von  Dr.  Thömes  übermittelt  worden.  Sie  wollen  die  Geschichte
  von  Hrn.  Dasbach  gehört  haben,  welcher  hier  nicht  berechtigt  ist,  zu
sprechen,  und  der  die  Geschichte  so  weiter  erzählt  haben  wird,  wie  er  sie
von  andern  Leuten  gehört  hat.  Irgend  ein  boshafter  Lügner  hat  die
Bosheit  ausgestreut  und  sie  ist  so  durch  die  Broschüre  von  Hrn.  Vikar  Dicke
in  24000  Exemplaren  und  durch  die,Germ.'  in  so  und  soviel  Exemplaren
  im  Ausland  und  in  Deutschland  verbreitet  worden.  Dann  kommt
der  Ausdruck  vor:  „ohne  das;  sich  bei  der  Sektion  eine  Krankheit  entdecken
  ließ."  Sie  wußten  also,  daß  eine  Sektion  stattgefunden  hatte,
und  da  wäre  es  doch  ein  Leichtes  vo>;  Ihnen  gewesen,  den  Thierarzt
ausfindig  zu  machen  und  dxn  Thatbestand  festzustellen.  Was  glauben
Sie  wohl,  was  Ihnen  geschehen  wäre,  wenn  der  Zeuge  Sie  wegen  der
Beleidigung,  daß  sie  ihn  als  frivolen  Lästerer  hingestellt  haben,  gerichtlich
belangt  hätte?  Sie  stellen  sich  hin  als  Schüler  berühmter  Professoren,
besonders  der  Geschichte;  Sie  haben  in  den  bisherigen  Sitzungen  bewiesen,
daß  es  gut  ist,  zu  kontroliren;  ich  denke,  daß  es  da  sicher  am  Platze
war,  gut  zu  kontroliren."
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