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Thüre. Die beiden andern Kinder weinten, weil sie fürchteten, sie
würden von mir Schlage bekommen, weil sie dem Kinde die Kleider gegeben
und ihm das Aufstehen gestattet hatten. Das Kind war vollständig
gesund und ging Abends auf den Mariabrunnen."
Dr. B r a u n e ck wird gefra zt, ob er das Kind in seinem heutigem
Zustande noch einmal untersuchen wollen er lehnt das ab.
Das Kind wird in den Saal gebracht; dasselbe sieht allerdings
etwas mager aus, scheint aber, wenn man auf den bloßen Anblick hin
sich ein Urtheil erlauben darf, ganz gesund zu sein.
Prä .: „Nun, wir haben ja das Kind gesehen ; das genügt uns."'
Elfte Sitzung.
Montag den 10. März, Borm. von 9 bis 12% Uhr.
Sachverständiger Tr. Braun eck äußert sich zunächst über den ge-'
heilten Necktenwald: „Der Regierungspräsident hat angeordnet, daß ihm
die geheilten Personen vorgeführt würden; damals habe ich auch
den Recklenw. gesehen, aber nicht untersucht, weil ein invalider Bergmann.
welcher in einem Augenblicke geheilt sein will, für mich f.ini
Gegenstand der Untersuchung ist, indem ja dessen Angaben unzuoerlässig
fhid." Ueber das Kind Kirsch sagt er: „Ich habe es nicht genau
untersucht, sondern es bloß gesehen, als es mir vorgestellt wurde; ichsollte
eine wunderbare Heilung konstatiren und hoffte, es werde mir ein
gesundes Kind vorgeführt werden. Ich habe die Befähigung, ein gesundes
Ktnd von einem kranken Kinde zu unterscheiden. Ich habe mich
mündlich geäußert, dieses Kind habe dünne Beine und ein n dicken Leib,,
welchen man ja „Kartoffelleib" zu nennen pflegt. Dieser Ausdruck ist bloß
eine technische Bezeichnung, er sollte nicht beleidigender Art sein; so wie
man eine gewisse Art von Hälsen „Gebirgs-Hälie" nennt, wenn auch die
betreffenden Personen nicht im Gebirg- wohnen, so kann man auch hier
von einem Kartoffelleibe sprecheir, wenn auch das Kind nicht vorher
Kartoffeln g.geffcn hat. Von meinem medizinische!! Standpunkte aus
sage ich, daß es mir ganz erklä lich vorkomint, daß der R convalescent'
das Gehvermögen wiedererhält Das Kind war ja eben nicht rin roth--wangiges,
wie man sie auf dem Lande zu sehen bekommt, sondern hakteein
bleiches un - spitziges Gesicht."