Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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Vier  und  zwanzigster  Grief.
S.  den  20.  Aug.  1793.
Auch  diejenigen  hatten  nicht  ganz  Unrecht,  welche  das  galante
Betragen  der  Franzosen  bei  ihrem  Rückzug  ihrer  Furcht  zuschrieben.
  Wenigstens  mag  die  Folgsamkeit  gegen  die  Befehle  ihrer
Generale,  bei  dem  besten  Willen  das  Gegentheil  zu  thun,  aus
dieser  Quelle  geflossen  sein.  Die  Muthlosigkeit  bei  ihrer  Ankunft
war  überaus  groß  und  bemerkbar,  und  selbst  jetzt  nach  Verlauf
von  vierzehen  Tagen  ist  solche  noch  nicht  ganz  verschwunden,  hat
die  republikanische  Bravour  noch  nicht  wieder  die  Oberhand  gewinnen
  können.  Die  verschiedenen  in  der  Gegend  von  Limbach
und  naher  in  diesem  Zeitraum  vorgefallenen  Gefechte  waren  auch
gar  nicht  geeignet,  den  republikanischen  Muth  zu  heben,  weil  solche
den  dabei  erlittenen  Verlust  nicht  bergen  konnten  und  die  hierher
gebrachte  Menge  Verwundeter,  im  Fall  sie  es  hätten  versuchen
wollen,  einen  Beweis  des  Gegentheils  abgegeben  hätte.  Wenn  die
Franzosen  immer  in  der  Gemüthsstimmung  wären,  so  wollten  wir
uns  keine  andere  Gäste  wünschen.  Alles  wird  mit  der  größten
Höflichkeit  erbeten,  cm  est  mortifié,  daß  man  uns  so  viele  Unruhe
machen  muß,  man  rühmt  unsere  Complaisance  und  gute  Gesinnungen.
Mit  Lächeln  hören  wir  diese  uns  seit  mehreren  Monaten  fremd
gewordenen  Phrasen  und  segnen  ihre  Prüceptoren,  die  sie  in  den
Regeln  der  Höflichkeit  unterrichtet  haben.
In  den  ersten  acht  Tagen  nach  dem  Rückzug  war  eine  große
Verwirrung  unter  den  Truppen,  und  man  sprach  öffentlich  davon
den  Rückmarsch  auf  das  Gebiet  der  Republik  anzutreten,  dies  war
hauptsächlich  der  Wunsch  der  Nationalgarden,  und  eine  große  Anzahl
derselben  wartete  Befehl  und  Erlaubnis  nicht  ab,  sondern  schnürte  seinen
Bündel  und  ging  zu  seinen  Hausgöttern.  Einer  meiner  Freunde  hat  bei
einer  Reise,  auf  einem  Weg  von  acht  Stunden,  nämlich  von  Bockenheim
bis  hierher,  hundert  fünf  und  zwanzig  Mann  einzeln  und  in  kleinen
Trupps  ohne  Gewehr  angetroffen,  welche  auf  diese  Art  die  Armee
verlassen  hatten.  Machen  Sie  sich  daraus  eine  Vorstellung  aufs
Ganze.  In  der  Stadt  war  ihre  Furcht  sehr  sichtbar.  Wo  nur
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