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wegen ist ihnen alles ungestraft zu thun erlaubt. Besonders sind
die herrschaftlichen Gebäude ein Gegenstand ihrer Raubgier. Kein
Schloß oder Riegel an den Thüren, kein Stückchen Eisen, kein
Nagel in der Wand, keine eisernen Platten, kein Blei auf den
Dächern ist vor ihrer Habsucht, keine Statuen, Verzierungen,
Fenster u. s. w. vor ihrer Bosheit sicher. Die Verwalter auf den
Lusthäusern haben, wie ich Ihnen bemerkt, den Genuß derselben
mit schwerem Gelde ersteigt. Es war ihnen heilig versichert, daß
alles unberührt bleibett und unter dem besondern Schutz des Gesetzes
stehen sollte. Auf ihr Verlangen wurden ihnen zu mehrerer
Sicherheit Detachements Gensd'armes auf die Berge gelegt, welche
sie mit schweren Kosten speisen und tränken mußten. Aber demohngeachtet
wird alles geraubt und verstört, und die Wache, weit entfernt
solches zu verhindern, ist mit am geschäftigsten dabei, hat sogar
auf dem Ludwigsberg dem Verwalter die Keller erbrochen und den
Wein und Brandtenwein zum Theil entwendet, den Ueberrest aber
in den Keller laufen lassen. Beschwerden, die man deshalb anbringt,
werden mit Grobheiten oder mit Persiflage abgewiesen.
Die herrschaftlichen Gärten werden durch Gensd'armes bewacht,
aber nicht zur Sicherheit gegen Diebereien, sondern damit die
Gärtner, welche, wie Sie sich erinnern werden, den diesjährigen
Genuß derselben von der Nation ersteigt halten, kein Gemüse an
die Stadtleute verkaufen können, welches alles in die Küchen der
Generals, Commissärs und ihres Anhangs geliefert werden muß.
Daß nichts dafür bezahlt wird, versteht sich von selbsten, und die
armen Leute sind so wie die Verwalter der Lusthäuser auf die
schändlichste Art um ihr Geld geprellt. Aus dem hiesigen Hospital
sind die armen wahnsinnigen und preßhasten Personen, welche die
Wohlthätigkeit des Fürsten darin ernährte, von den Franzosen mit
barbarischer Härte geworfen und ein Spital für die Krätzigen
darin angelegt worden. Ein desto unglücklicheres Ereignis für
jene Elenden, da sie wegen der starken Einquartierung nirgends
untergebracht werden können.
Dem armen Carabinier, welcher mit der Montagne nichts zu
schaffen haben wollte, ist sein bon mot übel bekommen. Wahrscheinlich
wurde ihm auf den Dienst gelauert. Kürzlich wurde er
eingezogen, und ihm unter dem Vorwand, daß er in aristokratischen