Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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fahl,  fest  zu  knüpfen  und  fest  zu  halten.  Selbst  Raisonnements
über  die  französischen  Angelegenheiten  unterblieben  deswegen  auf
höhere  Warnung  an  öffentlichen  Orten.
Ich  muß  es  auch  gestehen,  daß  dieses  Betragen  von  den
Franzosen  nicht  unbemerkt  und  nicht  unerwidert  blieb.  Das  Lob
des  Fürsten  und  sein  und  seiner  Unterthanen  freundschaftliches
Betragen  gegen  die  Nation  wurde  mündlich  und  in  öffentlichen
Blättern  gerühmt,  und  die  benachbarten  Departements  erkannten
solches  in  den  unzweideutigsten  Ausdrücken.  Nassauer  und  Freund
waren  gleichgeltende  Namen.  Was  bisher  niemals  geschehen  war,
erfolgte.  Verbrecher,  Holz-  und  Jagdfrevler  wurden  unsern  Gerichten
  zur  Bestrafung  sistirt.
Wie  unser  Betragen  in  den  letzten  Zeiten  war,  davon  habe
ich  Sie  schon  hin  und  wieder  unterrichtet.  Der  Fürst  that  alles,
was  ihm  möglich  war.  Keine  Kosten  wurden  gespart,  keine  Aufopferung
  war  zu  kostbar,  die  man  ihnen  nicht  machte,  und  nach
seinem  Beispiel  handelte  jedermann  so,  daß  die  Soldaten  öffentlich
aussagten,  daß  sie  nicht  als  Einquartierte,  sondern  als  Kinder  von
ihren  Wirthen  behandelt  würden.  Und  nun  unser  Lohn?  oder
vielmehr  des  Fürsten  Lohn?  der  unserige  wird  nachkommen.  Lesen
Sie  und  schaudern  für  einer  solchen  beispiellosen  Treulosigkeit.  Die
schlechten  Gesundheitsumstände  des  Fürsten,  welcher  schon  Jahre
lang  von  der  Gicht  leidet  und  seit  einiger  Zeit  völlig  gelähmt  ist,
waren  allgemein  bekannt,  die  französischen  Offiziers  und  Generäls
waren  Augenzeugen  davon  und  bemitleideten  ihn.
Eben  so  bekannt  war  schon  zur  Zeit  des  Truppeneinmarsches
sein  Entschluß  in  diesem  Frühjahr  eine  Reise  in  das  Bad  nach
Baden  zu  machen.  Dieser  Entschluß  wurde  gestissentlich  nicht
geheim  gehalten,  um  allem  Verdacht,  als  ob  der  Fürst  aus
Mißtrauen  gegen  die  Franzosen  sich  entfernen  wollte,  vorzubeugen,
  um  allen  Anlaß  zu  irgend  einer  Beschuldigung  zu  vermeiden,
  wurde  seine  Abreise  selbst  dem  Nationalconvent  gemeldet.
Seine  Abreise  war  auf  den  14ten  dieses  festgesetzt.  Er  erhielt
die  Pässe  von  der  französischen  Generalität  und  am  12ten  die
Abschiedsvisiten  von  einer  beträchtlichen  Anzahl  Offiziers  in
Neunkirchen.
            
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