Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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der  Citoyenrepräsentant  reiste  ab,*)  ob  dnrch  vernünftige  Gründe
von  seinem  Vorsatz  abgebracht  oder  über  eine  goldene  Brücke,  das
mögen  Sie  noch  zur  Zeit  errathen.  Alles  geht  nun  wieder  seinen
alten  Gang  fort  —  leider  auch  die  Beisuhren,  Fourage-  und
Holzlieferungen.  Allein  zur  Erkenntlichkeit  wird  auch  der  Fürst
in  den  Requisitionen  und  anderen  Urkunden  Ami,  manchmal  gar
Allié  de  la  république  française,  Stadt  und  Land  aber  la
ville  et  le  pays  neutre  genannt.  Da  widerstehe,  wer  kann,
sagte  Jorik  zu  dem  französischen  Bettelweibe,  das  ihn  Mylord
nannte.  Wir  wollen  ihnen  ihr  Bedürfnis,  da  es  nun  einmal
nicht  anders  sein  kann,  gerne  gönnen,  aber  ihre  Verschwendung  ist
außerordentlich.  Haben  sie,  was  sie  fordern,  geliefert  bekommen,
so  stehen  die  Pferde  bis  an  den  Bauch  im  Heu,  den  Hafer
schütteln  sie  auf  die  Erde  vor,  und  von  beiden  gehen  Zweidrittel
verloren,  die  man  hätte  ersparen  können  und  die  wir  ungern
missen.  Holz  brauchen  sie  nicht  nur  zum  wärmen,  sondern  um  die
ganze  Gegend  zu  erhellen,  so  daß  keine  Wache  vor  den  Thoren
ist,  die  nicht,  wie  ich  mit  eigenen  Augen  gesehen  habe,  jede
Nacht  zwei  große  Wagen  voll  verbrennt.  Bei  den  Vorposten
ist  die  Consumtion  oder  vielmehr  muthwillige  Verschwendung  noch
größer,  so  daß  ein  einziger  im  Wald  bei  Sulzbach  gelagerter
Vorposten  von  fünf  und  zwanzig  Mann  in  ohngeführ  zehen  Tagen
nach  des  Jägers  Angabe  und  ihren  eigenen  Quittungen,  denn  alle
Lieferungen  geschehen  gegen  solche,  nicht  weniger  als  achtzig  Klafter-Buchenholz
  verbrannt  hat.  Der  Schaden,  den  der  Fürst  dadurch
erleidet,  ist  schon  jetzt  zu  einer  großen  Summe  angewachsen.  Daß
solche  sich  zum  Schaden  des  Fürsten  und  seiner  Unterthanen  nicht
noch  vermehren  möchte,  dies  wünschen  Sie  wohl  mit  mir?  Leben
Sie  wohl.
*)  Auch  seine  Frau,  welche  ihn  begleitet  hatte  und  von  der  bekannt  war,
daß  der  Citoyengemahl  unter  ihrem  Pantoffel  stand.  Sie  wohnten  im
fürstlichen  Schloß  und  wurden  fürstlich  bewirthet.  Beim  Einpacken  zur
Abreise  verlangte  die  Repräsentantin,  daß  die  Laquaien  ihre  Equipage  untersuchen
  sollten,  um  sich  zu  überzeugen,  daß  Sie  nichts  von  den  Effekten  und
Möbels  entwendet  habe.  Diese  Frau,  die  im  Geheimnis  des  Systems  war,
muß  also  gewußt  haben,  daß  man  keinem  Franzosen,  wäre  er  auch  ein  Repräsentant,
  etwas  vorliegen  lassen  dürfe,  wenn  ers  nicht  stehlen  sollte.
            
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