Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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sie  beinahe  in  die  Hände  gefallen  wäre,  und  für  welchen  sie  sich
nur  durch  eiligen  Rückzug  gerettet  hätte.  Wir  beehren  ihre  Fürsicht
  mit  dem  lautesten  Beifall  und  lächlen  hinterwärts  über  ihre
Furcht,  da  die  Landleute  aus  jener  Gegend  glaubhaft  versichern,
daß  auf  weit  und  breit  kein  kaiferlicher  Soldat,  noch  weniger  viele
tausend  Mann  zu  sehen  gewesen  feien.  Wahrscheinlich  hat  ein
listiger  Landmann  diese  ungebetenen  Gäste  durch  eine  falsche
Nachricht  zurück  gesendet.
Wir  haben  dieser  Tage  eine  Erscheinung  hier  gehabt,  welche
uns  mehr  geschreckt  hat  als  die  Ankunft  der  berüchtigten  Mosellegion.
  Da  Sie  diese  Ehrentruppe  kennen,  so  werden  Sie  sich
von  den  Neuangekommenen  einen  besonderen  Begriff  machen.  —
Es  war  auch  nichts  weniger  als  ein  Repräsentant  des  französischen
Volks  und  zu  allem  Ueberfluß  noch  der  Citoyen  Blaux,  ehemals
Advocat  in  Saargemünd,  sodann  auf  kurze  Zeit  Fürstlich  S  .  .  .
S  .  ..  Geheimerrath;  in  welcher  Qualität  er  vor  ohngefähr  zwölf
Jahren  bei  der  bekannten  Majorennitats-Erklärung  des  Herrn
Fürsten  von  S  .  .  .  S  .  .  .  eine  nicht  unbedeutende  Rolle  spielte.
Sogleich  bei  seiner  Ankunft  verbreitete  sich  das  Gerücht,  daß
er  um  uns  zu  organisiren  und  zu  reuniren  gekommen  sei.  Die
wenigen  Anhänger  der  Franzosen  fingen  an  die  Köpfe  empor  zu
heben,  und  jedermann  war  in  banger  Erwartung,  zumal  da  man
sich  von  ihm  um  so  weniger  etwas  gutes  zu  versehen  hatte,  da  es
nicht  unbekannt  war,  daß  er  seit  jener  Geheimderathsgeschichte  gegen
unseren  Fürsten,  welcher  kaiserlicher  Commissarius  war,  einen  unauslöschlichen
  Groll  im  Herzen  trug,  und  er  das  meiste  dazu  beigetragen
  hatte,  um  die  Grafschaft  Saarwerden  zur  Untreu  gegen
ihre  Landesherren  und  zur  Reunion  mit  der  französischen  Republik
  zu  bewegen.  Ich  muß  meinen  Saarbrücker  Mitbürgern  hier
das  Zeugnis  geben,  daß  alle  bisher  durch  das  Militär  erregte
Furcht,  alle  traurigen  Aussichten  in  die  Zukunft  bei  dem  Anschein,
daß  das  Kriegstheater  in  unserer  Nachbarschaft  aufgeschlagen  werden
wird,  bei  weitem  den  traurigen  Eindruck  nicht  auf  sie  gemacht  haben,
welchen  der  Gedanke  durch  Gewalt  (an  freiwillige  Reunion  war
nicht  zu  denken)  zum  Abfall  von  ihrem  Landesherrn  gezwungen
zu  werden  erzeugte.  Unterdessen  ging  das  Ungewitter  vorüber,  >;■
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