Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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schaft  mit  den  Republikanern,  das  Revolutionsfieber  gründlich  geheilet.
  Dieses  Mittels  haben  aber  bisher  unsere  entlegenen  Cöllerthaler
  Bauern  entbehret,  und  da  war  es  wohl  nicht  zu  verwundern,
daß  bei  den  Bearbeitungen  derselben  durch  die  Clubisten  von
Saarlouis  und  einige  inländische  Bösewichter,  bei  dem  nahen  Beispiel
  in  Lothringen  und  dem  natürlichen  Hang  des  Bauern  zur
Selbsthülfe  sie  sich  bewegen  ließen  den  gegenwärtigen  Zeitpunkt  zu
benutzen  und  sich  ihrer  Meinung  nach  in  den  Vortheil  zu  setzen.
Ein  beträchtlicher  Wald  ist  zwischen  ihnen  und  dem  Fürsten  im
Rechtsstreit  zu  Wetzlar.  In  diesem  Wald  wurde  gewöhnlich  Brennholz
  für  die  Dienerschaft  und  die  übrigen  Einwohner  der  Städte
gehauen.  Auch  jetzt  war  dies  geschehen,  und  nun  ließen  sich  die
Bauern  beifallen  den  Besitz  dieser  Waldungen  zu  ergreifen,  die
Wegfuhre  des  gefällten  Holzes  mit  Gewalt  zu  verwehren,  und  da
ihnen  die  Bewachung  desselben  im  Walde  zu  beschwerlich  fallen
mochte,  so  führten  sie  solches,  viele  hundert  Ctafter,  in  ihre  Wohnorte.
  Wir  waren  dadurch  in  Verlegenheit  und  Holzmangel  versetzt,
unsere  Einquartierung  fror  mit  uns.  Und  die  Armee  vom  gemeinen
Soldaten  und  noch  mehr  die  Armee  von  Generals,  Oberoffiziers
und  Commissärs  mit  ihrem  Anhang,  welche  der  Billigkeit  nach  der
gute  Fürst  von  Saarbrücken  mit  Holz  versorgen  muß,  empfand
den  Holzmangel  ebenfalls.  Aber  kaum  hatten  die  Franzosen  die
Ursache  desselben  erfahren,  so  wurden  die  verblendeten  Cöllerthaler
durch  ihre  vermeinten  republikanischen  Freunde  vi  armata  gezwungen
  das  Holz,  das  sie  schon  vier  bis  fünf  Stunden  weit  nach
Hans  gefahren  hatten,  wieder  und  zwar  allein  hierher  nach  Saarbrücken
  zu  liefern,  wobei  sie  dem  Gelächter  der  Stadt-  und  Landlente
  und  selbst  der  Franzosen  ausgesetzt  waren.  Außer  diesen
Holzlieferungen  find  auch  beträchtliche  Lieferungen  an  Heu,  Stroh
und  Hafer  gemacht,  und  die  Unterthanen  mit  Beifuhren  baß
geplagt  worden.  Allein  dies  bringt  ja  das  große  Uebel,  der
Krieg,  so  mit  sich.
Vor  einigen  Tagen  ist  ein  Theil  unserer  Garnison  auf  eine
für  uns  angenehme  Art  verändert  worden.  Das  schöne  Regiment
Carabiniers  oder  Grenadier  ä  cheval  ist  von  Luneville  bei  uns
angekommen  und  wird,  da  es  ein  Reservecorps  ausmacht,  einige
            
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