Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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am  grünen  Holz,  was  wird  am  dürren  werden,  oder  um  bei  der
Laiensprache  zu  bleiben:  Wenn  man  einen  so  viel  mächtigern
Herrn,  dessen  Freundschaft  der  Republik  so  viel  mehr  nützlich  sein
kann,  auf  diese  Art  behandelt,  was  hat  sich  unser  Fürst,  was  wir
uns  zu  versehen?  Wird  es  ihm  besser  gehen?  Wenigstens  würden
Schritte,  die  die  Vorsicht  auf  allen  Fall  anräth,  nicht  übel  angewendet
  sein.
Aber  wir  sind  durch-  die  neufränkischen  Versicherungen,  an
denen  kein  Mangel  ist.  völlig  beruhigt.  Unser  Fürst  wird  nach
solchen,  und  dies  wiederholen  auch  deutsche  Zungen,  oft  zehnmal
in  einem  Athem  als  Freund  und  Alliirter  von  der  Republik  angesehen,
  und  ihm  soll  kein  Haar,  seinen  Unterthanen  kein  Grashalm
gekrümmet  werden.  Zwar  scheint  diesen  Versicherungen  eine  neuerliche
  Verfiigung  des  Generals  Landremont  zu  widersprechen,  nach
welcher  dem  Fürsten  angesonnen  wurde  seine  Haustruppen  zu  entwaffnen
  und  deren  Gewehr  sowohl  als  das,  was  noch  in  der  Rüstkammer
  vorrüthig  sein  möchte,  an  die  solches  bedürfende  Republik
abzuliefern.  Zwar  ist  diese  Ablieferung  nicht  à  lu  repudlieuine
gefordert  worden,  sondern  Landremont  war  so  höflich  solches  durch
folgende  Gründe  zu  unterstützen.
„Da  der  Herzog  von  Zweibrücken  durch  die  vielen  Waffen,
die  er  vorräthig,  die  Truppen,  die  er  auf  den  Beinen  gehabt,  sich
den  Verdacht  der  Treulosigkeit  und  böser  Absichten  gegen  die  Republik
  und  dadurch  die  Rache  derselben  zugezogen  hätte,  so  würde
der  Fürst  durch  die  freiwillige  Waffenablieferung  jenen  von  sich
ablehnen  und  diese  abwenden,  und  sein  Zutrauen  gegen  die  Republik
  ohuzweideutig  äußern.  Zudem  sei  ihm  der  eigne  Schutz
seines  Militärs  dermalen  nicht  nöthig,  da  er  den  bewaffneten
Schutz  der  Republik  in  der  Nähe  und  bei  seiner  Person  habe."
Diese  Gründe  mußten  nach  den  Umständen  für  vollgültig
angenommen  werden,  die  freiwillige  Ablieferung  erfolgte,  und  das
Fürstliche  Militär  versieht  mit  dem  Säbel  in  der  Faust  die  Wache.
Da  die  Republik  auch  der  Pferde  sehr  bedarf  und  vielleicht  ähnliche
  Gründe  bereits  ausgedacht  waren  um  auch  deren  Ablieferung
zu  verlangen,  hat  der  Fürst  das  Prävenire  gespielt  und  einen
großen  Theil  derselben  verkauft.
            
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