Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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die  genannt,  zur  Einquartierung  hierher.  Mehrere  Bataillons  Linientruppen
  und  Volontairs  wurden  auf  die  Dörfer  verlegt.
Bis  jetzt  haben  sich  unsere  Gäste  noch  leidlich  betragen,  und
wenn  sie  Essen  und  Trinken,  besonders  aber  einen  warmen  Ofen
haben  um  ihre  erfrornen  Gebeine  wieder  zu  erwärmen,  kann  man
wohl  mit  ihnen  zurecht  kommen.
Daß  gar  keine  Unordnungen  vorfallen  sollten,  ist  von  einem
Raubcorps,  wie  die  Légion  de  la  Moselle  ist,  die  aus  zusammengelaufenem
  Volk,  sowohl  an  Offiziers  als  Gemeinen  und  Deserteurs
  besteht,  die  allesamt  keine  Subordination  kennen,  nicht  wohl
zu  erwarten;  ob  es  sich  in  der  Folge  nicht  noch  verschlimmern
wird,  muß  die  Zeit  lehren.  Jetzt  da  sie  noch  von  dem  Trierischen
Raub  zehren,  wovon  sie  uns  zu  unserer  geringen  Erbauung  sehr
viel  erzählen,  schränken  sie  ihre  Raubgierde  auf  den  Speck  und  die
Schinken  der  Bauern  und  ihre  Gänse,  Enten  und  Hühner  ein.
Aber  wirklich  müßten  die  Leute  aus  Hang  zur  Dieberei  oder  aus
Wollust  stehlen,  wenn  sie  solches  hier  thun  wollten.
Der  Fürst,  welcher  den  Tag  vor  der  Ankunft  der  Truppen,
um  sich  dem  Getümmel  zu  entziehen,  sein  Lustschloß  zu  Neunkirchen
wieder  bezogen  hat,  traf  die  Verfügung,  daß  nicht  nur  ein  Theil
der  kommandirenden  Offiziers  in  seinem  Schloß  einquartiert  wurde,
sondern  er  läßt  auch  diese  gewöhnlich,  und  alle  höheren  Offiziers
öfters  speisen  und  tränken,  sogar  die  Commandeurs  der  auf  den
Dörfern  liegenden  Detachements  werden  auf  feine  Kosten  mit  Wildpret
  und  Fleisch  versehen.  Dafür  aber  sind  auch  Sauvegardes  auf
seine  Lusthäuser  gelegt  worden.
Nicht  weniger  thun  die  Einwohner  der  Städte.  Die  meisten
Offiziers  und  Soldaten  essen  und  trinken  mit  ihren  bemittelten
Wirthen  und  verkaufen  ihr  Fleisch  und  Brod  und  übrigen  Lebensmittel.
  Diejenigen,  welche  bei  Armen  wohnen,  genießen  wenigstens
Zugemüse  und  andere  Kleinigkeiten  umsonst.  Dagegen  haben  wir
auch  die  Ehre  für  gute  Patrioten  gehalten  und  gerühmt  zu  werden.
Eine  Ehre,  wonach  wir  im  Vertrauen  gesagt  gar  nicht  lüstern
sind,  die  wir  aber  dennoch  nicht  verbitten  dürfen,  und  die  wir,
wie  der  vernünftige  Theil  ahnet,  einst  theuer  bezahlen  werden.
Denn  unser  großmüthiges  oder  furchtsames  Betragen  gegen  unsere
            
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