Full text: Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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des Bluts kennen, welchen vielleicht die deutsche Tapferkeit bei 
wiederholten Angriffen nicht widerstehen wird. Die Zeit wirds 
lehren. Leben Sie wohl. 
Jehcnter örief. 
Saarbr. den 25ten December 1793. 
Während in Saargemünd und Bitsch der große Schlag vor¬ 
bereitet wurde, arbeitete Ehrmann, welcher nicht dabei war, hier 
auch seinerseits daran zu dem großen Endzweck beizutragen und 
überdies uns zu quälen und zu berauben; letzteres gelang ihm 
besser als das erste. Denn dieses beschränkte sich blos darauf, daß 
er, was bereits bei der Armee geschehen war, auch hier vollziehen 
ließ. Es wurde nämlich alles, was weiblichen Geschlechts und mit 
der Armee als Weib oder H . .. gezogen war, aus der Stadt fort 
und nach Frankreich gewiesen. Widerspenstige wurden durch die 
Gensd'armes ausgeführt. Der Mangel an Lebensmitteln gab die 
unstreitige Ursache dieser Verweisung ab, und da die Zahl dieses 
Gesindels ungeheuer war, so ist die Ersparnis nicht gering. Wenn 
sie auch in Frankreich hungern müssen, so sehen es doch wir Deutsche 
nicht, und von dort aus tönt ihr Klaggeschrei nicht in die Ohren 
ihrer Männer und Liebhaber und bringt sie zum Murren. Wir 
sind übrigens mit der Befreiung von diesen Gästen bestens zu¬ 
frieden, denn ein schamloseres, unbändigeres und gröberes, auch 
schweinischeres Gezüchte gibt es in der Welt nicht als die der- 
maligen Citoyennes sind, selbst die von der heutigen haute volée. 
Wenn ein solches Schwein in Menschengestalt nur 8 Tage 
ein Zimmer bewohnte, so waren alle Meubles auf immer verdorben. 
Auf den feinsten eingelegten Commoden und Tischen zerschnitten 
und zerhackten sie ihr Fleisch, schuppten ihre Fische u. s. w. Die 
Vorhänge gebrauchten sie um Unreinigkeiten von Gesäßen und nicht
	        

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