Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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schnitten,  die  Moselarmee  nach  dem  erlittenen  Verlust,  ohne  Muth,
ohne  Artillerie,  ohne  Munition  und  ohne  Brod  war,  so  gaben  sie
Landau  und  Elsaß  und  den  an  der  Saar  liegenden  Theil  von
Lothringen  völlig  verloren.  Dies  zeigten  sie  nicht  nur  in  Worten
sondern  in  Thaten.  In  Saargemünd  und  den  umliegenden  zur
Republik  gehörigen  Ortschaften,  wo  die  Armee  lagerte,  wurden  alle
Lebensmittel  und  Getränke  dem  Soldaten  Preis  gegeben,  alle  Tuchund
  Lederwaaren  u.  s.  w.  den  Einwohnern  abgenommen  und  denselben
  bedeutet,  daß  es  besser  sei,  daß  die  Soldaten  der
Republik  als  dieFeinde  solche  genössen.  Noch  mehr:  die
Hausväter  wurden  vor  die  Municipalitäten  beschiedeu  und  ihnen
eröffnet,  daß,  da  leider  diese  Gegend  vom  Feind  occupirt  werden
würde,  jeder  derselben  die  Vorsicht  gebrauchen  möchte
seine  besten  Effecten  von  der  Grenze  weg  weiter  nach
Frankreich  zu  transportiren,  eine  Ankündigung,  die  verschiedene
  Gemüthsbewegungen  erregte,  bei  einigen  Traurigkeit,  aber
bei  dem  bei  weitem  größten  Theil,  welcher  des  Drucks,  der  unaufhörlichen
  Räubereien  und  des  Guillotinirens  herzlich  müde  war,
Freude.  Ein  Sonnenblick  bestrahlte  die  Armee  unter  diesen  trüben
Aussichten,  die  Wiedererlangung  ihrer  Artillerie.  Ich  habe  Ihnen
in  meinem  vorigen  Brief  geschrieben,  daß  die  Franzosen  solche  verloren
  zu  haben  glaubten  und  daß  als  Beweis  ihres  Verlusts  die
Artilleriepferde  mit  abgeschnittenen  Strängen  hier  angekommen
waren.  Die  Franzosen  hatten  solche  zwischen  Kübelberg  und
Waldmohr  einige  Stunden  vom  Schlachtfeld  stehen  lassen.  Dort
stund  solche  beinahe  zwei  Tage  lang.  Von  den  zurückgebliebenen
Chasseurs  äe  Rtieims  wollte  keiner  aus  Furcht  den  deutschen
Husaren  in  die  Hände  zu  fallen,  so  sehr  sie  ihr  Commandant  darzu
  aufnulnterte,  auf  Recognoscirung  ausgehen.  Sie  begnügten  sich
damit  auf  hohe  Bäume  zu  klettern  und  von  solchen  zu  recognosciren
  um  beim  Anblick  eines  Preußen  der  Armee  nachzufolgen.
Endlich  gesellten  sich  einige  Chasseurs  ä  cheval,  welche  in  die
Wälder  geflüchtet  waren,  zu  ihnen;  diese  verstunden  sich  dazu  die
Gegend  zu  untersuchen  und  fanden  die  Kanonen  und  Munitionswagen
  unberührt  an  der  Stelle,  wo  sie  die  Franzosen  gelassen
hatten.  Der  Commandant  meldete  es  ins  Hauptquartier.  Nach

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