Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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Neunter  Lrief.
S.  den  15teu  December  1793.
Danken  Sie  es  der  Aufhebung  der  Revolutionsarmee,  mein
Bester,  daß  ich  Ihnen  sobald,  daß  ich  Ihnen  wieder  schreibe.  Das
Wackeln  der  Köpfe,  das  Zittern  der  Hände,  welche  ihre  Gegenwart
verursacht,  möchten  solches  sonst  verhindert  haben.  Mit  fester  Hand
schreibe  ich  Ihnen  den  Verfolg  der  Lauterer  Kriegsgeschichte.
Die  Franzosei:  waren  weit  entfernt  ihre  Furcht  mit  der  Entfernung
  votl  dem  Ort  ihrer  Niederlage  zu  verlieren,  ohngeachtet
man  ihnen  das  ergötzende  Schauspiel,  die  Ermordung  eines  vornehmen
  französischen  Offiziers  und  Anführers  der  Avantgarde
einer  Colonne  und  das  der  Arretirung  des  Generals  Dubois,  gab,
welcher  gefänglich  nach  Metz  geführt  wurde;  solche  wuchs  vielmehr
mit  jedem  Schritt.  Nur  erst,  als  sie  die  Saar  und  Blies  im  Rücken
hatten,  waren  sie  zum  stehen  zu  bringen.  Das  einzige  Bataillon
Chasseurs  de  Rheims  blieb  in  der  Gegend  von  Limbach  stehen,
mit  der  Ordre  sich  bei  der  Annäherung  des  Feindes  zurückzuziehen
Dieses  Bataillon  hatte  auf  dem  rechten  Flügel  der  fr.  Armee  gestanden
  und  war  der  braven  Sächsischen  Reuterei  unter  die  Säbel
gefallen,  welche  eine  große  Anzahl  derselben  niederhieb  und  den
ganzen  Ueberrest  durch  ein  Wasser  sprengte,  in  welchem  viele  ihren
glühenden  Patriotismus  auf  ewig,  alle  übrigen  aber  ad  tempus
abkühlten,  so  daß  das  Bataillon  einen  Verlust  von  224  Mann  erlitt.
Urtheilen  Sie  hiernach,  ob  sie  den  Befehl  zum  Rückmarsch  geru
befolgt  haben  würden.
Die  Franzosen  erwarteten  nichts  gewissers  als  daß  die  Deutschen
ihnen  auf  dem  Fuß  nachrücken,  ihre  Stellung  an  der  Saar  wiedereinnehmen
  und  sogar  über  die  Saar  vorrücken  würden,  und  da
dadurch  der  erwartete  Succurs  von  der  Ardennen-Armee  abge¬
            
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