Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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den  andern  meiner  Freunde  besuchen,  vielleicht  zum  letztenmale.
Denn  wir  werden  heute  beim  Schlafengehen  wie  Atabek  Khaled
beten:  Allah!  gieb  daß  unser  Kopf  auch  morgen  sich  wieder  so
niederlege!  Leben  Sie  wohl.

Ächter  Kries.
Saarbr.  den  13ten  December  1793.
Tausendfacher  Dank  dem  höchsten  Wesen!  unsre  Agonie,  wie
ich  es  gar  wohl  nennen  kann,  hat  nicht  einmal  24  Stunden  gedauert.
  Sueru  Ouillotinu  ist  gestern  Morgen  um  8  Uhr  mit
ihrer  fürchterlichen  Begleitung  abgegangen,  und  unsere  Köpfe  stehen
jetzt  wieder  um  etwas  fester.  Von  hier  reiste  sie  nach  Saargemünd,
  von  wo  sie  eine  Tour  nach  Blieskastel,  Bitsch,  Bockenheim
u.  s.  w.  machen  soll.  An  ersterm  Ort  liegen  18  Personen,  meistens
  Bäcker,  Wirthe  und  Krämer,  welche  sich  die  neue  Taxordnung
  nicht  gefallen  lassen  wollten  oder  gegen  die  Assignaten
murrten,  in  den  Gefängnissen  und  sind  der  Guillotine  geweihet.
Auch  unter  solchen  ein  Mädchen,  welches  eine  Caffee-Schenke  angelegt
  hatte,  die  Tasse  Caffee  aber  nicht  geringer  als  zu  24  Sols  in
Assignaten  verkaufen  wollte,  welches  die  Ohnehosen  zu  theuer  und
sie  des  Verbrechens  der  Verachtung  der  Assignaten  schuldig  fanden.  Da
solche  ihren  Weg  in  die  Grafschaft  Saarwerden  nimmt,  so  zittern  wir
für  unsre  Verwandten  und  Freunde,  die  noch  zurückgebliebenen
fürstlichen  Bedienten  in  Harskirchen  und  Neusaarwerden.  Wie
leicht  ist's,  daß  man  auch  dort,  wo  noch  so  viele  Gutgesinnte
sind,  Ü68  KruuäL  6X6mpl68  geben  möchte.
Heute  ist  auch  endlich  das  Urtheil  der  beiden  unglücklichen
Hingerichteten  gedruckt  und  aller  Orten  angeschlagen  worden.
Es  erforderte  wirklich  auch  nicht  weniger  als  einen  Zeitraum  von
3  mal  24  Stunden  um  ein  solches  Gewebe  von  Unsinn  und  Lügen
            
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