Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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Vierter  Oríes.
den  30tcn  November  1793.
Ich  kannte  einst  einen  Mann,  den  erklärtesten  Verehrer  des
Magens,  welcher  jemals  lebte.  Dieser  pflegte,  wenn  sein  von
einem  reichlichen  Mahl  überladener  Magen  mehrere  Opfer  verschmähte,
  die  leckern  Ueberreste  zur  nachfolgenden  Mahlzeit  zu  bestimmen,
  und  dann  rief  er,  indem  er  sich  nm  dem  edlen  Verdauungswerk
  obzuliegen  in  seinem  Sessel  rückwärts  fallen  ließ:
Jetzt  möchte  ich  wohl  diese  Brodreste  einem  hungrigen  Armen
gönnen!  Aber  in  dem  nämlichen  Augenblick  befahl  er  seiner  Köchin
mit  diesen  Brodresten  seine  Capannen  zu  füttern.  Wie  billig,  war
dieser  Bauchdiener  längst  der  Vergessenheit  übergeben.  Die  Aehnlichkeit,
  welche  man  zwischen  ihm  und  Ehrmanns  Betragen  fand,
hat  ihn  wieder  in  Erinnerung  gebracht.  Ehrmann  unterließ  niemals
  nach  einem  beträchtlichen  Raub,  welchen  er  gemacht  hatte,
sich  der  Armen  zu  erinnern  und  ihnen  die  Brodreste  zu  wünschen,
aber  eben  so  schnell  gab  er  auch  den  Befehl  seine  Capannen  damit
  zu  füttern,  wie  wir  unter  andern  das  Beispiel  bei  der  Kupfermünze
  gesehen  haben.
Jetzt  scheint  er  eine  andre  Gesinnung  zu  haben  und  den
Armen  die  Brodreste  geben  zu  wollen,  damit  sie  seine  Capannen
damit  füttern  sollen.
Gestern  ist  ein  Decret  durch  Drilck  und  Anschlag  bekannt
gemacht  worden,  in  welchem  Ehrmann  mit  einem  großen  Schwall
republikanischer  Phrasen  die  großmüthige  Gesinnung  der  Republik
gegen  die  Armen  überhaupt,  und  seiner  geringen  Person  gegen  die
Saarbrücker  Armen  insbesondere  anrühmt.  Durch  diese  großmüthige
  Gesinnung  gedrungen  will  er  nun  diesen  einen  Weg  eröffnen
  um  mit  einem  Male  glücklich  und  reich  zu  werden,  und  was
            
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