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den 8ten November.
Die anhaltende schlimme Witterung macht unsre Republikaner
sehr mißlaunig, da sie in die Häuser eingebannt ihre gewöhnlichen
Zerstreuungen entbehren müssen und die Nachrichten, welche ans
dem Elsaß eintreffen, nicht geeignet sind sie aufzuheitern. Besonders
ist die wenige Cavallerie äußerst mißvergnügt. Das erste Regiment
Chasseurs à cheval, von welchem vor einiger! Tagen 35 Mann
ans einmal desertirt sind, ist durch den ununterbrochenen Vorpostendienst,
Strapazen, üble Witterung und am meisten durch den
Fourage-Mangel so erbärmlich zugerichtet, daß es beinahe nicht
mehr dienstfähig ist und daß das tonnant regiment des Carabiniers
sich gegen alle Kriegs-Etiquette und alles Strüubens ungeachtet
dazu verstehen mußte, seit einigen Tagen den Dienst der
leichten Renterei zu thun und Patrouille zu reuten.
Dies veranlaßte eine starke Desertion unter solchen, welche bei
der Infanterie noch beträchtlicher ist.
Ein Kanonier wurde auf dem Versuch zu entfliehen ertappt
und auf dem Schloßplatz arquebusirt. Diese Execution erregte
großes Murren unter seinem Corps und einem Theil der übrigen
Truppen. Es wurde aber dadurch gestillt, daß man in Eil ein
Blatt des Argus révolutionnaire druckte und diesem einrückte, daß
der Erschossene in articule mortis sich für einen ci-devant noble
und eifrigen Anhänger des Königthums erklärt habe. Der alte
Argus soll 100 Augen gehabt, und die will der Argus révolutionnaire
in Besitz genommen haben; daß er aber auch 1O0 Ohren
sich zugelegt hat, muß man fast glauben, denn von wenigstens 50
gesunden Ofsiziers- und Soldaten - Ohren hat keines jene Erklärung
des Hingerichteten gehört. __
den 8. 9. lOten November.
Gewöhnlicher Morgen- und Abendgruß mit Kanonen und
Gemüthsergötzung mit Tiraillerien, dann aber zwei Décrété für die
Republikaner: Das eine verordnet die Remotion aller Citoyennes,
verheurathet und unverheurathet, von der Armee und