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mochten, dabei waren sie ohne Stiefel und was uns am meisten
wunderte, ohne Gewehr, sogar ohne Säbel. Es scheint, die Generalität
schämte sich selbst bei dieser Erscheinung, denn es wurde
ihnen kein Aufenthalt in der Stadt oder dem Lager gestattet, sondern
sie mußten in einen Wald am linken Ufer der Saar zwei
Stunden von hier abziehen.
den Lösten Oktober.
Heute glaubten wir die Hoffnung, welche wir seit beinahe 4
Wochen vergeblich nährten, zur Befreiung von unsern Tyrannen
endlich realisirt zu sehen, da ein lautes Geschrei zu den Waffen
rief und tausend dolente Stimmen den Anmarsch der Deutschen
verkündeten. Wir eilten auf unsre Observatorien und sahen wirklich
eine beträchtliche Anzahl deutsche Cavallerie auf den Anhöhen
sichtbar werden und sich mit den französischen Tirailleurs herumschießen.
Bald war aber diese Hoffnung verschwunden. Nach
einer beiderseitigen unschädlichen Kanonade zog die deutsche Cavallerie
wieder zurück und die Franzosen legten ihr Gewehr mit
zitternden Händen wiederum nieder, wobei sie aber nicht unterließen
ihre Heldenthaten zu beschreiben, welche sie würden gethan
haben, wenn sie wirklich ausgerückt wären, wozu sie freilich überflüssig
Zeit gehabt hätten. Die Sache war nichts weiter als eine
Recognoscirung, welche die Deutschen angestellt hatten.
den 26 stcn Oktober.
Die gestrige Recognoscirung fiel den Franzosen schwer aufs
Herz, schien ihnen von einer bösen Vorbedeutung zu sein, und die
Nachrichten, welche einige preußische Ausreißer überbracht haben,
sind nicht geeignet sie zu beruhigen. Die erste Frage des General
Vincent, welcher die Deserteurs auszuforschen hat, ist immer:
Warum die Deutschen bisher nicht angegriffen haben? und ob sie
bald angreifen würden? Diese Ausreißer nun versicherten, daß