Full text : Die Franzosen in Saarbrücken und den deutschen Reichslanden im Saargau und Westrich

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zwischen  Lothringen  nnd  Elsaß  und  der  Feste  Bitsch  hemmen,  sodann
  durch  die  Grafschaft  Saarwerden  gegen  Pfalzburg  und  die
Vogesischen  Gebirge  vordringen  und  die  Rheinarmee  abschneiden
werden.  Denn  sie  glauben  nicht,  daß  die  Bewegungen  der  Deutschen
  vom  Elsaß  aus  gegen  die  Vogesen  im  Ernst  gemeint  sind,
weil  sie  meinen,  daß  man  nicht  mit  großen  Aufopferungen  steile
Gebirge  ersteigen  werde,  wenn  man  den  vorgesetzten  Endzweck
leichter  nnd  auf  ebenem  Wege  erreichen  kann.
Dies  ist  nicht  blos  Geschwätz,  welches  die  Langeweile  bei  den
gemeinen  Soldaten  erzeugt,  sondern  die  Meinung  der  meisten
Offiziers.  Ich  war  heute  gegenwärtig,  als  ein  sachkundiger  Offizier
  und  der  Kenntnis  des  Lokals  besaß,  da  er  eben  erst  von
Pfalzburg  angekommen  war,  einem  andern  diesen  muthmaßlichen
Operations-Plan  entwickelte  und  dabei  versicherte,  daß  sich  Pfalzburg
  keine  8  Tage  halten  könnte,  weil  es  an  allen  Bedürfnissen
daselbst  fehle  und  besonders  der  Wassermangel  die  Uebergabe  beschleunigen
  würde.  Wassermangel  in  Pfalzburg!  schrie  ich  auf,
wo  sie  vor  10  Jahren  erst  die  schöne  Wasserleitung  gebaut  haben?
Tant  pis!  entgegnete  er  und  brach  scherzend,  daß  man  einem
Aristrocraten  diese  wichtigen  Geheimnisse  nicht  verrathen  müßte,
das  Gespräch  ab.  Ich  glaube  aber  mir  sein  taut  pis!  selbst  erklären
  zu  können  und  will  Ihnen  meine  Vermuthungen  mittheilen.
Heitere  Augenblicke  sind  so  selten  bei  uns,  daß  man  wohl  den
Schlaf  eine  halbe  Stunde  abkürzen  kann  um  sich  einige  zn  verschaffen,
  wozu  man  freilich  den  Stoff  in  der  vergangenen  Zeit
suchen  muß.  Pfalzburg  hatte  kein  anderes  Wasser  als  das,  welches
in  Zisternen  gesammelt  wurde.  Bei  Erbauung  der  Feste  und
lange  nachher  hielt  man  es  für  unmöglich  durch  eine  Wasserleitung
mit  Qnellwasser  die  Stadt  zu  versehen.  Ein  junger  Mann  aus
derselben,  der  die  Jngenieurkunst  lernte,  versicherte  oft,  daß  er
diesem  Mangel  abhelfen  würde.  Er  verfertigte  einen  Plan.  der
dem  Kriegsminister  vorgelegt  wurde.  Da  er  aber  die  Kosten  zu
200  000  Livres  berechnet  hatte  und  für  solche  die  verlangte  Sicherheit
  im  Fall  des  unglücklichen  Erfolgs  nicht  leisten  konnte,  so  fand
die  Sache  Schwierigkeiten,  die  aber  doch  endlich  besiegt  und  ihm
die  Ausführung  seines  Plans,  doch  unter  Verantwortlichkeit  seines
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