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Tages nach Publication der Taxe sind bereits die meisten Laden
und Magazine leer.
Ein heute angekommener Preußischer Trompeter hat unsre
und der Franzosen Neugierde erregt. Diese wollen wissen, daß
seine Depeschen ein Gesuch der preußischen Generals um eine Unterredung
mit den französischen enthalten hätten und daß solche
Morgen um 11 Uhr vor sich gehen solle. Wir werden also bald
erfahren, ob sie die Wahrheit wissen und was der Endzweck der
Unterredung gewesen ist.
den 17ten Oktober.
Die Unterredung ist wirklich gehalten worden. Um eilf Uhr
zogen die Repräsentanten mit den Generals und mehreren Offiziers
vor das St. Johanner obere Thor auf eine Wiese. Alsbald
fand sich der Oberst Szeculi und einige Zeit hernach der
General Graf von Kalkreuth bei ihnen ein. Szeculi ließ sich vor
des letztern Ankunft in ein Gespräch mit den französischen Generals
ein und proponirte, ob man, da bei der späten Jahreszeit die
Armeen bald die Winterquartiere beziehen müßten, nicht die Saar
zur beiderseitigen Grenze annehmen wolle? Die Generals entschuldigten
sich, daß sie hierin nichts verfügen könnten, sondern solches
von den anwesenden Repräsentanten abhinge. Graf Kalkreuth, der
nun ankam, beschwerte sich über das unaufhörliche, unnütze und
blos den Soldaten ermüdende Tirailliren und verlangte, daß solches
eingestellt und das Rauben und Mordbrennen unterlassen
werden möchte. Dies soll die Repräsentanten außerordentlich ergrimmt
haben; die Unterredung wurde, nachdem Graf Kalkreuth
dasjenige, was Oberst Szeculi proponiret, für nicht gesagt erkläret
hatte, kurz abgebrochen, und jeder begab sich wieder an seinen
Posten. So hat mir ein dabei gewesener vornehmer Offizier den
Vorgang erzählt, und ich gebe Ihnen, mein Freund, was ich empfangen
habe. Den Franzosen ist der Unterschied unter ihren
jetzigen Generals und den preußischen sehr aufgefallen, nnd die-