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Den folgenden Tag äußerten sich bereits die Folgen dieser
Rede. Wir wurden bei Strafe aufgefordert all unser Gewehr an
den Stadtmagistrat abzuliefern, welcher den großen Fehler beging
nicht zugleich bekannt machen zu lassen, daß die Franzosen solches
verlangten, so daß jedermann glaubte, daß man aus Fürsicht die
Einwohner entwaffnen wolle, um nicht im Fall eines Angriffs der
Deutschen den Franzosen Gelegenheit zu geben uns beschuldigen
zu können, als wenn Einwohner auf sie gefeuert hätten, wie sie
es in Homburg machten. Dies hatte die Wirkung, daß der allergrößte
Theil geliefert wurde, welches eine große Summe an
Werth beträgt, da alle Bürger mit Gewehr versehen waren und
viele Particnliers mehrere und kostbare Gewehre besaßen. Die
Consternation wegen dieser Entwaffnung war so groß, daß manche,
selbst Leute, denen man mehr Gegenwart des Geistes hätte zutrauen
sollen, ihre Degen abgaben, ohne die silbernen Gefäße zurückzubehalten,
welches andre wie Recht und billig war thaten.
Als wir auf solche Art außer Vertheidigungsstand gesetzt
waren, wurden unsre Früchte in Requisition gesetzt. Jedermann,
wer einen Vorrath von Weizen, Gerste und Hafer hatte, mußte
solchen abgeben. Dabei war militärische Visitation und im Fall
einer sich vorsindenden Verlüngnung Behandlung als Feind der
Republik gedrohet. Und hiermit war es noch nicht genug, sondern
Archier war so billig noch überdies von den beiden Städten dreitausend
Säcke neuen Weizen, zu zweihundert vierzig Pfund den
Sack, zu fordern. Um sich das Unsinnige dieses Verlangens vorzustellen
müssen Sie sich erinnern, daß unsre beiden Stadtbänne durch
die Houchardifche Armee gänzlich ruinirt worden, so daß die eingescheuerten
Früchte von gar keiner Bedeutung sind, daß selbst bei einer
vollen Ernte der Ertrag diese Quantität Früchte nicht erreicht haben
würde, daß wir von der Saarbrücker Seite von Lothringen umschlossen
sind, daß das Ottweilerische und ein Theil des Cöllerthals
von den Deutschen besetzt ist und wir dort nichts holen können, und
daß die in der Nähe liegenden Dörfer bereits ausgeleeret, die
Früchte größtentheils verdorben oder fouragirt worden sind. Allein
was vermochten diese und andre Gründe bei einem Archier? Es
muß geliefert feint Früchte oder Köpfe! war immer der Re¬