.Ausflüge.
4. Dudweiler, brennender Berg, Sulzbach,
Mariannenthaler Hütte, Neunkirchen.
Dudweiler, das grösste Dorf der Rheinprovinz,
mit einer katholischen, gotischen Kirche
(1864—66 erbaut) auf der Höhe des Löbels
und einer evangelischen, frühgotischen Kirche
(1880 82 erbaut), die in feiner Weise nach
der Anweisung von Ferd. Strafft in Saarbrücken
gemalt und von demselben mit Wandbildern geschmückt
ist.
Rechts hinter dem Dorfe geht der Weg
zum brennenden Berg hin, einem schon seit
200 Jahren brennenden Kohlenflöt), dessen
Flammen, da der Feuerherd durch besondere
Mauerungen in der Grube abgebaut ist, nicht
mehr zum Vorschein kommen. In der langen
und tiefen Mulde, aus der iu alter Zeit die
glühenden Schiefer zur Alaunfabrikation gezogen
worden sind (s. Goethes Wahrheit und Dichtung.
10. Buch), steigen noch Wasserdämpfe aus
den Felsen auf.
Dudweiler ist eine der ältesten Gruben im
steinkohlenreichen Saarrevier. Das Jnspektionsgebäude
liegt dicht an der Grenze von Sulzbach,
nahebei die de Wendelsche Koaksanlage,
schon zu Sulzbach gehörig. In dem Dorfe sind
2 Glashüten und eine Berlinerblaufabrik, sowie
eine Berginspektion.
In alter Zeit war hier eine Salzquelle
(Bach und Dorf Sulzbach danach genannt),
deren Sole noch im vorigen Jahrhundert in Dudweiler
gesotten wurde.
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