Full text : Führer durch St. Johann-Saarbrücken und nähere Umgebung

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welche  von  hier  aus  Saarbrücken  bietet,  giebt
Bild  1t  wieder.  Ueber  ihre  Erbauung  ist  bereits
  oben  berichtet.
Ueber  sie  sind  alle  Kriegsvölker  während
dreier  Jahrhunderte  von  und  nach  Frankreich
gezogen.  1784  wurde  ein  Teil  der  Brücke  durch
den  Eisgang  zerstört.  Sie  wurde  erst  1787
völlig  wiederhergestellt.  Am  7.  Januar  1814
sprengten  die  Franzosen  zwei  Bogen  der  Brücke,
als  sich  die  Vorhut  der  verbündeten  Truppen
zeigte.  Im  Jahre  1870  hatte  sie  an  der  neuen
Brücke  eine  bereits  fünf  Jahre  alte  Schwester
(s.  Bild  12  u.  13),  welche  mit  ihr  gleichmäßig
den  vorrückenden  Truppen  das  Erreichen  des
Schlachtfeldes  von:  6.  August  und  den  Einmarsch
in  Frankreich  erleichterte.
Am  9.  August  hielt  über  diese  Brücke  König
Wilhelm  seinen  Einzug  in  die  Stadt  Saarbrücken,
  die  damals  wie  St.  Johann  von  den
Verwundeten  der  Spicherer  Schlacht  angefüllt
war.  Dieses  denkwürdige  Ereignis  ist  auf  einein
der  Nathausbilder  dargestellt.  -  (Siehe  beigegebenes
  Bild.)
Am  Ende  der  Brücke  und  zwar  auf  der  linken
Seite  ist  als  Wasserspeier  einer  Straßenrinne  der
häßliche  Kopf  eines  Mannes  in  Stein  ausgehauen,
der,  wegen  seines  Geizes  bekannt,  nie  den  Armen
etwas  gegeben  haben  soll.  Der  damalige  Fürst
hat,  wie  man  erzählt,  das  Bild  dieses  schmutzigen
Geizhalses  so  der  Nachwelt  überliefert.
Von  der  Brücke  hat  man  flußaufwärts  und
abwärts  einen  prächtigen  Blick.  Flußaufwärts
  zieht  uns  besonders  der  Anblick  des  be-34


            
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