Full text : Führer durch St. Johann-Saarbrücken und nähere Umgebung

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wieder  aufgebaut.  Die  Franzosen  verbrannten
das  Schloß  1793.
Die  Ruinen  wurden,  gegen  1310  in  Privatbesitz
  übergegangen,  wieder  ausgebaut  und  später
au  mehrere  Besitzer  versteigert.  Den  größten
Teil  desselben  besitzt  gegenwärtig  Freiherr  von
Stunnn  zu  Halberg.
An  dem  Aufschwung,  den  das  ehemalige
Fürstentum,  jetzt  in  den  Kreisen  Saarbrücken
und  Ottweiler  mit  Preußen  vereinigt,  unter  dem
Zepter  der  Hohenzollern  genommen,  hat  auch
Saarbrücken  hervorragenden  Anteil  genommen.
Es  hat  jetzt  15467  Einwohner,  darunter  gegen
3000  Evangelische.  Unter  den  15467  Einwohnern
  sind  2818  Militärpersonen.  Zu  keiner
Zeit  ist  der  Name  mehr  genannt  worden,  als
bei  Beginn  des  Krieges  1870—71.
Kaiser  Wilhelm  I  .  hat  denn  auch  am  29.  Juli
1874  —  einige  Wochen  vor  der  Einweihung
des  Winterberg-Denkmals  von  Gastein  aus
verfügt,  „daß  die  Städte  Saarbrücken  und  St.
Johann  zur  Erinnerung  ihrer  patriotischen  und
opferwilligen  Haltung  während  des-letzten  Krieges
fortan  in  ihren  Wappen  die  Preußischen  Farben
führen  dürfen"  und  nach  längeren  Verhandlungen
zwischen  dem  Heroldsamte  und  den  städtischen
Verwaltungen  am  20.  November  1876  bestimmt,
daß  die  Städte  hinfort  „als  großes  Wappen
den  Preußischen  heraldischen  Adler  auf  einen:
die  städtische  Mauerkrone  tragenden  Schilde  und
mit  einem  die  bisherigen  Wappen  der  Städte
zeigenden  Brustschilde  versehen"  gebrauchen  —
„als  kleines  Wappen,  namentlich  zu  Siegeln

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