Full text : Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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sehen  und  von  manchen  Vorfällen  /enge  gewesen  ist,
die  als  Mittelglieder  an  die  grossen  Zeitereignisse  sich
anschliessen.  —  Wie  und  wodurch  mag  sie  nun  in
Verfall  gerathen  sein?  Nicht  durch  den  Feind  ist  es
geschehen,  und  namentlich  nicht  durch  die  Franzosen  ;
denn  diese  sind,  wiewohl  sie  oft  die  Burg  überrumpelt
und  erobert  haben,  nach  den  letzten  Occupationen  wenigstens
  friedsam  abgezogen.  Kurfürst  Franz  Georg,
ein  erklärter  Feind  Frankreichs,  hätte  wohl  selbst  die
zerstörende  Hand  anlegen  können,  da  die  Burg  dem
Lande  selbst  keinen  Schutz  gewähren,  wohl  aber  den
Franzosen  als  Deck-  und  Sammelplatz  dienen  konnte.
Allein  die  Tradition  weiss  davon  nichts,  und  zudem
sollen  im  siebenjährigen  Kriege  noch  die  Franzosen  das
Schloss  benutzt  haben.  Es  scheint  also  von  selbst,
wie  sehr  gut  es  auch  noch  vor  hundert  Jahren  erhalten
war,  theils  durch  den  Zahn  der  Zeit,  theils  durch  die
Zerstörungslust  der  Jugend,  am  meisten  aber  durch  die
rohe  Hand  habgieriger  Menschen,  welche  alles  Brauchbare
  sich  angeeignet,  zur  Buine  geworden  zu  sein.
Indess  in  seinen  Trümmern  noch  erhebt  das  Schloss
die  Stadt:  von  welcher  Seite  man  sich  ihr  nähert,  zuerst
  wird  man  von  der  Burg  freundlich  begrüsst,  und
sie  ist  die  Hauptzierde  der  Stadt,  welcher  diese  die
Entstehung  und  den  Namen  zu  verdanken  hat.  Zerrissen
  und  durchlöchert  beim  Anblicke  in  der  Nähe,
erscheint  sie  in  einiger  Entfernung  nach  Crutweiler  hin
von  der  Saar  aus  gesehen,  als  eine  lückenlos  zusammenhängende,
  majestätisch-freundliche  Pyramide,  die  sich
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