Full text : Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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befinden  sich  Abbildungen  von  der  Stadt  Saarburg,
wo  das  Schloss  in  seiner  ganzen  Ausdehnung  unverletzt
erscheint.
Ein  doppelter  Weg  führte  zur  Burg,  der  schmale
kam  aus  der  Unterstadt  und  mündete  in  ein  kleines
Thor  ein.  Rechts  grenzte  an  dasselbe  ein  langes  grosses
Wohngebäude  und  links  ein  anderes  ansehnliches  mit
einem  Thurme  versehenes  Gebäude,  das  Commandanten-,
späterhin  das  Amtshaus,  neben  demselben  lag  weiterhin
fort  der  Amtsgarten,  der  heute  noch  Garten  ist.  Der
Hirschberg  hatte  nebst  vier  kleinen  Gebäuden  auch  ein
Thürmchen,  das  heute  noch  besteht.  Unten  und  neben
dem  Hirschberg  führte  unter  einem  Bogen,  wo  späterhin
die  französischen  Lilien  zu  sehen  waren,  der  Hauptweg
aus  der  Stadt  zur  Burg  und  nebenbei  stand  das  Wachlhaus.
  An  dein  entgegengesetzten  Ende  befand  sich  das
eigentliche  Schloss,  die  Kapelle,  die  kurfürstlichen  Wohnungen,
  der  Kern  und  der  Hauptstock  der  Burg.  Vor
Allem  ragte  hervor  der  noch  jetzt  bestehende  runde
Thurm,  Donjon,  gemeinhin  Kühzoll  genannt:  er  war
wie  eingeschachtelt  mit  einer  viereckigen,  oben  zackigen
Mauer  umgeben,  bauchte  in  der  Höhe  aus  und  endigte
mit  einem  flach  gedrückten  Dache.  Ausserdem  war
noch  das  ganze  innere  Feld  mit  mancherlei  Gebäuden
und  Thürmen  besetzt,  und  der  weite  Bering,  von  einer
Schiessschartenmauer  umschlossen,  beherrschte  durch
seine  hohe  Lage  die  ganze  Unterstadt.
Und  nun  liegt  sie  in  Trümmern  da  —  die  Burg,
die  so  lange  bestanden,  so  oft  feindliche  Waffen  ge-
            
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