Full text : Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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bei  80,000  Mann  stark,  von  Trier  nach  Sierck  marsohirt
und  hat  daselbst  14  Tage  lang  gestanden.  (H.  Chron.)
Der  ebenfalls  hoch  im  Ruf  stehende  Gegner,  Marschall
  Villars,  musste  sich  auf  Vorpostengefechte  beschränken
  und  machte  den  Versuch  Saarburg  einzunehmen,
  der  jedoch  misslang.  1705  indess  in  demselben
  Jahre  noch  gelang  die  Burg  in  des  Feindes  Gewalt.
Als  Marlborough  seinen  Plan,  von  der  Mosel  aus
Frankreich  anzugreifen  und  zu  besiegen,  nicht  realisiren
konnte,  liess  er  bei  seinem  Abzüge  6000  Pfälzer  und
Westphälinger  unter  dem  pfälzischen  General  Aubach
zurück,  um  Trier  und  Saarburg  zu  beschützen.  Allein
dieser  verliess  Saarburg,  als  ein  kleines  Corps  heranrückte,
  ohne  auch  nur  Widerstand  versucht  zu  haben.
Jedoch  liess  der  Commandant  noch  vorher  die  Werke
sprengen  und  die  Magazine  zerstören.
Am  25.  Juni  1705  ist  der  holländische  Commandant
Mondesir  mit  seiner  Garnison  abmarschirt,  nachdem  er
die  Magazine  anstecken  liess  und  auch  das  Schloss
sprengen  wollte,  was  ihm  jedoch  nicht  gelungen  ist.
—  Nach  Abzug  der  Verbündeten  rückten  am  27.  Juni
die  Franzosen  wieder  in  die  Burg  ein.  (H.  Chron.)
Schloss-Coinmandant  im  J.  1713  war  Antoine  de
Roicard.
Neun  Jahre  lang  ununterbrochen  behauptete  sich  die
französische  Besatzung  und  erst  der  Badener  Frieden
1714  machte  ihr  ein  Ende.  Der  Kurfürst  Karl  stellte
den  Vorbehalt:  dass  die  Stadt  Saarburg  mit  dem  Schlosse
in  gegenwärtigem  Stande  und  zwar  mit  jenen  Stücken
            
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