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Maleise als lothringer Soldat gekleidet, von der Nacht
begünstigt, unter grösster Gefahr durch’s feindliche Lager
nach Trier geleitet. Dieser Herr von Maleise führte
den Vornamen Peter Ernest und gehörte dem besten
Saarburger Adel an, seine Mutter entstammte dem freiherrlichen
Hause von der Fels (Feltz). Er scheint eben
nicht Zorn und Hass des Landesfürsten oder der Bürgerschaft
für den schlechten Dienst, den er der guten
Sache leistete, sich zugezogen zu haben; denn er Yerliess
Saarburg nicht und ihm wurden auch noch nach der
Uebergabe der Stadt an die Verbündeten mehrere Söhne
geboren, wie aus den Geburtsregistern zu ersehen ist.
Er mochte in einer Lage sich befunden haben, wo er
handelte, nicht wie er wollte, sondern wie er musste
und unter dem Anschein eines Verräthers ist er doch
vielleicht Patriot geblieben und Ehrenmann.
Crequius Saraeburgo per nobilera sed infidelem incolain
de Maleise Trevirimsub specieLotharingi militis Caesareana
transgressus castra, magno licet discrimine et uno suorum
apud urbem a gallicis vigiliis trajecto, subierit, eo
praecipue consilio: ut fortiter hic aut moriendo aut
propugnando amissfe victoriae labern expungeret.
Während die Verbündeten das von Crequi hartnäckig
vertheidigte Trier belagerten, wurde dem Lothringischen
General Chauvet der Befehl ertheilt, mit drei Bataillonen
nach Saarburg aufzubrechen und die Burg von den
Franzosen zu räumen. Er zwang die Garnison auf die
erste Aufforderung sich auf Discretion zu ergeben, die
gemeinen Soldaten mussten ohne Gepäck und Gewehr