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Die Burg scheint jedoch aus ihre» Trümmern bald
neu erstanden zu sein; denn es wird bereits im J.
1588 eines Wilhelm’s von Justen Erwähnung gethan,
der Hauptmann zu Saarburg gewesen sein soll.
Auch von den Drangsalen des dreissigjährigen
Krieges blieb selbst unsere an der Grenze des deutschen
Reiches gelegene Saargegend nicht verschont. In dem
Abtei-Lagerbuche von Mettlach ist angeführt: dass im
Jahre 1634 auf 35 das Kloster geplündert worden
sei; dass lothringische, baierische, kaiserliche und
feindliche Truppen nach einander dort Fuss gefasst,
einzelne Streif-Corps Monate lang Quartier erzwungen
und dass selbst schwedische Dragoner sich eingestellt
und geplündert hätten, was die Vorgänger noch verschont
gelassen.
Kurz vor dem Ausgange desselben Krieges wurde
dasselbe Kloster, das kaum noch den ersten Besuch
und grossen Schaden verschmerzen gekonnt, schon
wieder durch Turenne’sche Truppen unter Rittmeister
Plettelberger überfallen und ausgebeutet. Sie verliessen
nämlich Deutschland, zogen über Trier nach Merzig
zu, von wo sie eine Diversion nach der Abtei Mettlach
machten 1645. — Auf diesem Zuge nahm der berühmte
Marschall einige Tage lang Quartier im Kloster zu
ßeurich, und die Annalen dieses Convents geben auf
naive Art zu erkennen, was man sich von Turenne
erwartet hatte, ungeachtet er Calvinist gewesen und
dem Kloster Schutz gewährt hatte.