Full text : Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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castella,  in  monasterio  mansit  usque  ad  vitae  fitiem-(Honth.)

Lange  Zeit  vernachlässigt  und  verlassen,  soll  das
Schloss  vom  Erzbischof  Bruno  (Graf  von  Lauifen  i  102
f  1124)  im  Anfänge  des  zwölften  Jahrhunderts  wieder
erbaut  worden  sein.
Ob  zur  Zeit,  als  Joannes  Cancellarius  (1190  f
1212)  bei’m  Uebergange  des  zwölften  ins  dreizehnte
Jahrhundert  auf  dem  bischöflichen  Stuhle  sass,  und
als  die  Schlösser,  welche  während  der  vieljährigen
Feindseligkeiten  verwüstet  und  zerstört  wurden,  wiederherstellen
  liess,  auch  das  Schloss  zu  Saarburg  in  dieser
Zahl  mit  einbegriffen  war,  diess  lässt  sich  in  dem  Falle
nur  unterstellen,  als  es  ebenfalls  an  dem  Loose  der
Kriegsverheerungen  Theil  genommen  hat;  denn  die
damals  erneuerten  Burgen  sind  nicht  namentlich  angeführt.
Joannes  Cancellarius  Archiepiscopus  turres  et  castra
Archiepiscopatus  reaedificavit,  quae  deserta  et  destructa
invenit  propter  dissensionem  et  discordiam,  quae  per
septennium  in  eadem  ecclesia  duravit,  quando  ipse
sedem  arch.  est  adeptus.  (Kyriand.  T.  XV  p.  127.)
Als  in  der  ersten  Hälfte  des  dreizehnten  Jahrhunderts
zwischen  Arnold  und  Rudolph  wegen  der  Wahl  zum
bischöflichen  Stuhle  Feindseligkeiten  entstanden,  bemächtigte
  sich  Rudolph  mit  seinen  Genossen  in  schlauer,
wie  es  scheint,  und  listiger  Weise  (castrum  mirabili
ingenio  obtinuere)  des  Schlosses,  behauptete  dasselbe
auch  nach  Beilegung  des  Streites  durch  Vertrag  und
starb  daselbst  nicht  lange  nachher.
            
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