Full text : Geschichtliche Beschreibung der Burgen an der Saar

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Castrum  verum  solo  coaequavit  el  ex  opposito  in  S.
Petri  allodio  fortius  castrum  aedificavit  etc.  Saarsteyn
appellavit.  (Honth.)
Verum  arcem  postea,  ne  qua  dissensionis  materia
resideret,  dirui  ac  subverti  voluit,  Castro  novo  in  d.  Petri
fundo  e  regione  educto,  cui  a  praeterfluente  Saravo  Sarensteinii
  cognomentum  indidit.  (Brow.  Annal.)
Ungeachtet  dieser  bestimmten  und  übereinstimmenden
  Angaben,  dass  Saarstein  erbaut  worden  sein  soll,
kann  es  dennoch  in  Zweifel  und  Frage  gestellt  werden:
ob  in  der  That  die  Burg  bestanden  habe;  denn  in  der
ganzen  Gegend  ist  sie  selbst  dem  Namen  nach  nicht  bekannt,
  die  ältesten  Leute  haben  yoii  ihr  keine  Ruine  gesehen,
  kein  vaterländischer  Geschichtschreiber  hat  davon
Meldung  gethan,  und  was  konnte  überdies  der  Zweck
sein,  hier  eine  Burg  zu  schleifen  und  dort  gleich  in  der
Nähe  eine  neue  aufzuführen?
Für  das  wirkliche,  wenn  gleich  auch  nur  kurze  Bestehen
  der  Burg  Saarstein  sprechen  indess  der  Gründe
mehrere  und  weit  überführendere.  Erstens  mochte
Erzbischof  Balduin  den  ernstlichen  Entschluss  gefasst
haben,  den  beständigen  Fehden  und  Ueberfällen  auf  dem
Lande,  den  nimmer  ruhenden  Vexationen  und  Plünderungen
  auf  der  Saar,  wozu  Montclair  (Moncleyr,  Monclerium,
  mons  clarus)  durch  die  gestreckteste,  bogenförmige
  Umschlängelung  des  Flusses  so  äussert  günstig
gelegen  war,  auf  immer  ein  Ende  zu  machen;  wollte  sich
nicht  begnügen  damit,  die  Burg,  wie  es  desselben  Raubgetriebes
  ihrer  Ritter  wegen  schon  1017  geschehen  war,
            
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