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272 m; er ist geschichtlich merkwürdig durch die unter
Ludwig XIV. 1686 auf des berühmten Festungserbauers
Vaubans Anordnung erbaute Festung Montroyal. Sie sollte
zur besseren Behauptung der von den Franzosen besetzten
Sponheimschen Lande dienen. lieber 8000 Arbeiter mussten
an den Werken arbeiten, die grösser geplant waren, als sie
später ausgeführt werden konnten. Nach Kevenich hin lagen
3 Aussenwerke. Als Stützpunkt für die französ. Raubzüge
war Montroyal eine Geissei für die Mosellande, weshalb
denn auch im Ryswicker Frieden 1697 die Schleifung der
Festung gefordert und erlangt wurde. Jetzt sind nur noch
wenige Trümmer und Gewölbe übrig. Von der Höhe des
Festungsplatzes hat man eine weite Aussicht; der Blick auf
die reichen Gelände der Nähe ist entzückend. Am Fusse
des mit Weinanlagen geschmückten Berges liegt der uralte
Flecken
Traben (1.) [Travana, Trabana], Ende der 10,5 km
Nebenbahn Pünderich-Traben; Gasthöfe: Kaiserkoj, bei
Schmidt (vorm. Schüler), Wagen im Hause, Z. u. F. von
2 M. an, M. 2 M. ab. 1,25, P. von 4 M. an; Clauss - Feist,
Z. u. F. v. 2 M. an, M. 2 M., A. 1,25, P. 4,50 M., Wagen
im Hause.
Der aufstrebende Flecken Traben hat über 2000 Einw.,
die sich wie die Einwohner der schönen Schwesterstadt
Trarbach mit Ackerbau und Weinbau und noch mehr mit
dem Weinhandel beschäftigen, der den beiden Orten ihre
Hauptbedeutung verleiht. Der jährliche Weinversand umfasst
45000 Fuder. Die nächsten Weinberge erzeugen selbst ein
vorzügliches Wachstum.
Die auf einem Felsen liegende Kirche stammt in ihren
ältesten Teilen aus dem Jahre 1410; das Gewölbe ruht auf
einem Pfeiler. Der Ort hat ein modernes Gepräge, da durch
die grossen Brände von 1857 und 1879 die mittelalterlichen
Bauten eingeäschert wurden, u. a. auch das ehrwürdige
Rathaus mit herrlichen Fenstermalereien. Jetzt dehnt sich
das neue Traben fast bis zu dem unterhalb liegenden Fischerdorfe
Litzig (in alten Urkunden Lizzicha) aus, das auch
zur Gemeinde und Pfarrei des Fleckens gehört. Zwischen
beiden Orten liegt der „Münchhof“, ehemals von den Grafen
von der Starkenburg zum Aufenthalt für den Geistlichen
gegründet, der auf der Burg die Messe zu lesen hatte; später
wurde der Hof durch Schenkung Eigentum des Klosters
Himmerode. Jetzt ist er ein viel besuchter Vergnügungsort für
die Trabener und Trarbacher, mit Gartenwirtschaft und lauschigen
Rebenlauben an der Moselseite.