Full text: Mosel- und Saarführer

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Coblenz. Links von der Brücke dieVorderseitedesEegie- 
rungsgebäudes, diesem gegenüber in der Karmeliterstrasse 
das neue Landgericht mit stilvoller Vorderseite. 
Von den in der nächsten Umgebung der Stadt gelege¬ 
nen Sehenswürdigkeiten ist keine beliebter und anziehender 
als die Rheinanlageu, die kein Besucher Coblenz' übergehen darf. 
Drei Wege: 1. von den Hotels am Ehein r. an der 
Schiffbrücke, an der Eegierung und am Zollamte vorbei zum 
Holzthor, wo eine Tafel in drei Sprachen den Anfang der 
Anlagen anzeigt. Eechts ein kunstvolles eisernes Gitterthor 
vor dem Kaiserlichen Schlossgarten. — Durch das Mainzer- 
Thor, dann am Schweizerhäuschen vorbei durch das Glacis, 
am Spielplatz vorüber zu dem Platz für das Kaiserin-Augusta- 
Denkmal, weiter gerade aus zum Eheiu und nun r. den An¬ 
lagen folgend. — 3. Vom Moselbahnhof treppauf zu der 
Brücke über dem Bahneinschnitt, dann nach dem Ehein ge¬ 
radeaus den Markenbildchenweg; r. kleine Kapelle, 1. Exer¬ 
zierplatz, dann Gartenanlagen, über die Mainzer Strasse in 
die Anlagen, die man bei der Trinkhalle erreicht. 
Die Eheinanlagen sind eine Schöpfung der Kaiserin 
Augusta, die auch in ihrem Testamente eine bedeutende 
Summe zur Unterhaltung der Anlagen gestiftet hat. Seit 
ihrem Bestehen bilden sie die beliebtesten Spaziergänge bei 
Einheimischen und Fremden. Sie beginnen bei dem Holz- 
thore. Am Eingänge erhebt sich eine mit einem Adler ge¬ 
krönte Säule, das letzte Geburtstagsgeschenk für die Kaiserin 
(30. September 1889). Es folgt eine prachtvolle Eosenan- 
lage; uuter dem Laudbrückeubogen der Eisenbahn der Kö¬ 
nigsbogen mit der Königshalle, daneben die Viktoriahalle mit 
allerlei Wappen und mit Erinnerungszeichen an den ehemaligen 
Aufenthalt des Kaiserpaares. Daran schliesst sich der Kinder¬ 
spielplatz ; weiter folgt das sehr bescheidene Denkmal des 
Ehein- und Vaterlandssängers Max von SchenkcnJorf. der 1817 
in Coblenz gestorben ist. L. eine hohe Säule mit einem 
Adler, den Erbauern der Eisenbahnbrücke errichtet. Daneben 
ein Wasserstandszeichen der Eheinhochflut v. J. 1882. Die 
mannigfachen Verschönerungen durch Lauben, Euheplätze, 
Blumengruppen, Erz-, Marmor- und Thonffguren, besonders 
die geschickt und bequem angelegten Aussichtspunkte ge¬ 
ben Zeugnis von dem künstlerischen Sinn, sowie von der 
Fürsorge der hohen Gönnerin. Der grösste Eeiz dieser An¬ 
lagen liegt freilich in der Aussicht auf den Ehein und auf sein 
herrliches Gelände. 
Den Hauptanziehungspunkt der Anlagen bildet die 
T r i nkh al 1 e, r. vom Hauptgange, ira Schweizerstile erbaut 
und 1861 von der Königin Augusta eröffnet; vor der Halle am
	        

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