Full text: Mosel- und Saarführer

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fein verteilt. Frühere Versuche, ein bauwürdiges Salzlager 
aufzuschüessen, haben zu keinem günstigen Ergebnis geführt. 
Die auf die Trias folgende Juraformation dehnt sich ober¬ 
halb Siercks über Metz und einen grossen Teil von Loth¬ 
ringen aus; Trier zunächst beginnt sie bei Echternach. In 
dieser Formation ist in Lothringen und Luxemburg der 
Reichtum an Eisenerzen (Minette) ganz beträchtlich; die 
Förderung derselben hat seit Einführung des Thomasschen Ent- 
phosphorierungsverfahrens bedeutend zugenommen; es liefert 
jetzt Lothringen - Luxemburg */s der Eisenerzmenge, die im 
ganzen Zollgebiete gewonnen wird. Man hat berechnet, dass 
der Erzvorrat in Lothringen allein rund 3200 Mül. Tonnen 
beträgt und der Abbau bei der jetzigen Förderung noch 800 
Jahre dauern wird. Gute Aussichten für die Anlage des 
Moselkanals. Dann ist noch, wie neuere geologische Unter¬ 
suchungen ergeben, Tertiärbüdung an der Saar und Mosel 
vertreten, indes nur in einzelnen Resten, die aber darauf 
lündeuten, dass vor der Überschwemmung und Erosion das 
Tertiär eine grössere Verbreitung einnahm, wohl eine zu¬ 
sammenhängende Decke auf den Saar- und Moselplateaus 
gebildet hat. Auch an vielen Stellen auf den Hunsrück- und 
Eifelplateaus, sowie westlich in den luxemburgischen Ardennen 
findet man steüenweise ansehnliche Ablagerungen von tertiären 
Bildungen, bestehend aus Thon, Sand, Quarzgeröllen, Quarz- 
congloraerat und Blöcken von Braunkohlenquarzit von hoher 
Festigkeit. Da dieser der Verwitterung und Wegwaschung 
widerstanden hat, so trifft man ihn in unserer Nähe ziemlich 
häufig auf den Kalkplateaus zwischen Saar und Mosel und 
zwischen Trier und Trierweüer, vereinzelt auch auf der 
Höhe von Commlingen bei Conz. 
Nach dem Rheine nehmen die tertiären Ablagerungen 
auf den Hochflächen zu beiden Seiten der Mosel an Aus¬ 
dehnung zu, so dass sich annehmen lässt, dieselbe habe zu¬ 
nächst durch tertiäre Schichten beim Beginne ihren Lauf 
genommen. Noch sei erwähnt, dass sich auch vulkanischer 
Sand auf den Saar- und Moselplateaus findet, selbst in der 
Nähe von Trier auf plateauförmigen Flächen im Ehranger 
Walde. Am verbreitetsten ist derselbe zu beiden Seiten der 
Mosel und kommt auch auf dem Hunsrück, an einer Stelle 
sogar mehrere Meter mächtig, vor; ebenso Bimsstein in 
Körnern an mehreren Punkten in der Bürgermeisterei 
Castellaun. Dieses vulkanische Material ist zur Zeit, als 
die Eifler Vulkane in Thätigkeit waren, durch Luftströ¬ 
mungen so weit fortgeführt worden. Oberhalb Coblenz 
kommen Birassteinablagerungen zu beiden Seiten der Mosel 
häufig vor, auch vulkanischer Tuft in Treis, Garden und bei
	        

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