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Ladmirault die Kavallerie links von Mars-la-Tour gegen die erschöpften
deutschen Infanterie-Regimenter losbrechen. Ihr wirft sich die
deutsche Reiterei (13. u. 19. Dragoner, 4. Kürassiere, 13. Ulanen,
hinter diesen die 16. Dragoner und 10. Husaren entgegen. Die Erde
dröhnt unter den Hufen von 6000 Rossen. Doch wirft die deutsche
Reiterei die französ. zurück. Es war die grösste Reiterschlacht im
ganzen Kriege.
Nach 7 Uhr befahl Prinz Friedrich Ka rl, der von Vlonville
die Schlacht geleitet hatte, ein allgemeines Vorrücken. Es
konnte nicht mehr viel geschehen. Die beiden Heere standen während
der Nacht einander dicht gegenüber. Erst am Morgen wichen die
Franzosen auf Qravelotte zurück.
Die Schlacht von Mars-la-Tour hatte 12 Stunden gedauert und
war eine der blutigsten des ganzen Krieges. Die Franzosen hatten
138 000 Mann und 476 Geschütze, die Deutschen 67 000 Mann und 222
Geschütze in den Kampf geführt; an Toten und Verwundeten hatten
jene 879 Offiziere und 16128 Mann, diese 711 Offiziere und 15079
Manu. Das 3. Armeekorps hatte allein 310 Offiziere und 6700 Mann
verloren. Der grosse Erfolg der Schlacht lag darin, dass die Franzosen
einen ganzen Tag länger zurückgehalten wurden und die
Deutschen so Zeit gewannen, alle Truppen herbeizuziehen und nach
Norden vorzuschieben.
Zum Besuch des Schlachtfeldes von Gorze über die Grenze
nach Les Baraques und nach Mars-la-Tour. Vor Gorze
linksauf dem Friedhof mehrere Soldatengräber und ein Denkmal
des40. Reg. In Mars-la-Tour sind mehrere Denkmäler: das Mausoleum
der Franzosen, in dem die Gebeine aller in der Nähe vorhandenen
Einzelgräber gesammelt sind, Eintrittsgeld 40 Pfg.
Rechts von dem Flecken bezeichnet das gemeinsame Denkmal
des 1. und 2. Garde-Dragoner-Regiments auf dem Friedhofe
die Stelle, wo der berühmte Todesritt begann. Etwas
1. von der Strasse nach Yionville sind die Denkmäler des 1.
Garde - Dragoner - Regiments und der 16er. Die Franzosen
haben ihren Gefallenen in dem nordwärts gelegenen Bruville
ein hübsches Denkmal gesetzt.
Das erste Denkmal in der Nähe von Yionville ist links
vom Wege am Saume des Wäldchens, schon auf deutschem
Boden. Es ist das Denkmal des oldenburgischen Infanterie-Regiments
91, von hübschen Anlagen umgeben. Dicht vor
dem Orte steht r. von der Chaussee das schöne Denkmal der
12. Infanterie-Brigade (Reg. 24 und 64), ringsum wieder
Massen- und Einzelgräber. Auf der andern Seite des Dorfes
erhebt sich das Denkmal der 35er und eine kurze Strecke
weiter das der 20er. In einer halben Stunde gelangt man
von Yionville nach Rezouville. Am Wege zwei ungeheuere
Grabhügel, jeder mehr als 200 Schritt im Umfange. Der
eine birgt die Gebeine aller am 17. August noch aufgefundenen
gefallenen^ Deutschen und Franzosen, der andere
die in der grossen Reiterschlacht gefallenen Pferde. An der
alten Römerstrasse, l'/2 km nordwärts von Rezouville stehen
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