Full text: Mosel- und Saarführer

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kirche mit schönem gotischen Turme von 97 m Höhe. Die 
Kirche wurde 1875 begonnen und 1881 eingeweiht. 
Freunde altertümlicher Häuser mögen noch das alte Pa¬ 
trizierhaus der Familie d’Heu in der Brunnenstr. 19 und 21 
besuchen, ferner das Hospital St. Nikolaus, das älteste 
und grösste Hospital der Stadt, in der Nähe des St. Theo- 
baldsthores. 
Ausflüge in die Umgebung von Metz. 
Abgesehen von den drei grossen Schlachtfeldern, durch 
welche die Umgegend von Metz für jeden Deutschen eine 
ungemein wichtige Bedeutung gewonnen hat, bietet die Berg¬ 
reihe rings um die Stadt mit den nach der Mosel führenden 
Thälern, den Wäldern und Wäldchen und mit den zahlrei¬ 
chen Ortschaften landschaftliche Reize genug, die auch ein 
etwas verwöhntes Auge befriedigen können. Eine oder die 
andere der umliegenden Höhen zu besteigen, sollte niemand 
versäumen, der ein vollständiges Bild von Stadt und Fluss¬ 
thal um Metz heimnehmen will. Weiter zurück nach der 
französischen Grenze hin wird die Gegend etwas einförmiger 
infolge der ausgedehnten Hochflächen. Doch bieten diese 
meist aus Kalkstein bestehenden Flächen den Vorteil, dass 
man über sie auch ausserhalb der Wege leicht hinwegschrei¬ 
ten kann, da sie hauptsächlich Weideland sind. Au Fuss- 
pfaden und Verbindungswegen zwischen den einzelnen Ort¬ 
schaften ist kein Mangel. Abwechselung genug bieten die 
Querthäler. die zur Mosel hin streichen. Wer sich weiter 
von Metz entfernt, versehe sich mit Wein und Mundvorrat, 
da die weiter abgelegenen Dörfer den müden Wanderer nur 
selten so laben können, wie er wünscht. Man sorge bei 
(üesen Wanderungen auch dafür, dass man auf deutschem 
Boden bleibe. Von der Ueberschreitung der franzö¬ 
sischen Grenze ist abzuraten. Einen Pass oder andere 
diesen ersetzende Papiere nehme man auf alle Fälle mit. 
Zu Wanderungen und Ausflügen, die nur wenige Stunden 
erfordern, empfehlen sich folgende: Nach dem beliebten Vor¬ 
ort M o u 1 i n s, 5 km oberhalb der Stadt an dem linken 
Moselufer gelegen. Sehr bequeme Verbindung: entweder 
auf der Eisenbahn vom Hauptbahnhof oder auf der Pferde¬ 
bahn durch die Totenbrückenstrasse an Devant-les-Ponts 
vorbei und durch Longeville (vergl. S. 130) nach Moulins, 
683 Einw. In dem Orte sind drei alte Schlösser. 
Von Moulins nur eine kurze Strecke nach dem jenseits 
der Bahn gelegenen S c y, am Südabhange des St. Quentin, 
mit schöner Aussicht auf das Moselthal. 1336 Einw. Der 
Ort wird schon im 8. Jahrh. genannt und war später wegen
	        

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